Rehabilitation
Auch wenn die Selbsthilfe seit vielen Jahren in verschiedenen Indikationsbereichen einen wichtigen Baustein in der stationären und ambulanten medizinischen Rehabilitation darstellt (beispielsweise bei Krebserkrankungen, Diabetes mellitus, Rheuma) und aus dem Bereich der Suchtbehandlung in allen Phasen des Rehabilitationsprozesses gar nicht mehr wegzudenken ist, hat sich die NAKOS zum Ziel gesetzt, andere Indikationsbereiche wie insbesondere den Bereich der psychischen Erkrankungen in Zukunft noch stärker mit der Selbsthilfe zu verbinden.
Große Bedeutung kommt der Arbeit von Selbsthilfegruppen bei der Nachsorge zu. Den konkreten und empirisch belegten Nutzen für Rehabilitandinnen und Rehabilitanden zeigen mehrere Studien auf. Selbsthilfegruppen bieten psychosoziale Unterstützung und soziale Aktivierung, Informationsgewinn und damit verbundene gezieltere Nutzung medizinischer Angebote ebenso wie gegenseitige Unterstützung im Alltag.
Positive Wirkungen der Selbsthilfe für die medizinische Rehabilitation ergeben sich jedoch nicht nur für den Bereich der Nachsorge. Ein Zusammenwirken ist in allen Phasen des Rehabilitationsprozesses von großer Bedeutung. Deshalb gilt es, schon während des Rehabilitationsprozesses Eigenaktivität zu fördern, Selbsthilfepotenziale zu wecken und Erfahrungen mit der Gruppenarbeit zu sammeln.
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