Selbthilfefreundliche Arztpraxis
Am weitesten verbreitet ist die Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten mit Selbsthilfegruppen.
Studien belegen, dass die Empfehlung von Selbsthilfegruppen an Patientinnen und Patienten sowie Klientinnen und Klienten die häufigste Form der Zusammenarbeit der Ärzteseite ist. Weitaus seltener erfolgt das Angebot, sich für einen Vortrag zu spezifischen krankheits- oder versorgungsrelevanten Themen zur Verfügung zu stellen oder Räumlichkeiten für Treffen von Selbsthilfegruppen bereitzustellen. Kontakte zu Selbsthilfegruppen sind eher sporadisch und punktuell.
Demgegenüber gehören kontinuierliche und auf Gegenseitigkeit angelegte Kontakte mit dem professionellen Hilfesystem, insbesondere mit Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten, zu den vorrangigen Zielen und Bedürfnissen von Selbsthilfegruppen aus dem Gesundheitsbereich.
Weiterführende Informationen zum Thema:
Pilotprojekt in Dortmund erfolgreich abgeschlossen
Beitrag von Monika Bobzien im NAKOS INFO 108, April 2012
Ein Faltblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW, 2010)
Die KVBW hat 2008 eine Kooperationsberatungsstelle eingerichtet, die Kontakte zwischen Ärzten und Selbsthilfegruppen initiiert und organisiert. Zu den Angeboten gehören gemeinsame Fachtagungen, ärztliche Fortbildungsveranstaltungen sowie die Vermittlung von Referenten an Selbsthilfegruppen.
Beitrag von Irena Tezak. In: Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG) e.V. (Hrsg.): selbsthilfegruppenjahrbuch 2010
Beitrag von Wolfgang Slesina und Astrid Fink. In: Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG) e.V. (Hrsg.): selbsthilfegruppenjahrbuch 2009
Beitrag von Irena Tezak im NAKOS INFO 98 (Juni) 2009
Konzepte zur Aktivierung der Zusammenarbeit von Selbsthilfe und Ärzten. Tagungsdokumentation der gemeinsamen Fachtagung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des BKK Bundesverbandes im Juni 2008 in Berlin
Die Abteilung Ärztliche Qualitätssicherung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen und die KOSA führten im Jahr 2002 eine Studie mit hessischen Qualitätszirkelmoderatoren durch. Beitrag von Angelika Bogenschütz im selbsthilfegruppenjahrbuch 2006
Ergebnis einer Untersuchung von Prof. Dr. Wolfgang Slesina und Astrid Kerr. BKK-Praxishilfe. Hrsg. BKK-Bundesverband, Essen 2005
Leitlinien für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Ärzten und Selbsthilfe. In: Janet Fischer, Adela Litschel, Meye Maria Rita et al.: Kooperationshandbuch – ein Leitfaden für Ärzte, Psychotherapeuten und Selbsthilfe. Köln 2004, S. 124-126
Die Studie untersucht indikationsbezogen die Kooperationserfahrung einer gesamten Facharztgruppe mit der Selbsthilfe im ambulanten Bereich (Erhebungszeitraum 2002). Beitrag von Adela Litschel. In: Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG) e.V. (Hrsg.): selbsthilfegruppenjahrbuch 2004
Ein Beitrag von Wolf-Detlef Rost. In: Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG) e.V. (Hrsg.): selbsthilfegruppenjahrbuch 2002
Ein Beitrag von Urban Geisthoff. In: Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG) e.V. (Hrsg.): selbsthilfegruppenjahrbuch 2000
1. Zur Kooperation von Ärzten und Selbsthilfegruppen. Beitrag von Wolfgang Slesina
2. Was nutzt die Kooperation mit der Selbsthilfe den niedergelassenen Ärzten? Beitrag von Adela Litschel
3. Rehabilitation und Selbsthilfe. Beitrag von Rolf Buschmann-Steinhage
4. "Unterwegs im Dunkeln"; ich sehe so, wie du nicht siehst" Gelungene Kooperation am Beispiel der Patientensprechstunde in der Universitäts-Augenklinik in Bonn. Beitrag von Heiko Ulbrich und Werner Lechtenfeld
Beiträge in der Fachzeitschrift "PUBLIC HEALTH Forum" der Deutschen Gesellschaft für Public Health e.V., 15. Jahrgang, Heft 55 (Juni) 2007. ISSN 0944-5587
Finanzielle Förderung, Fortbildungspunkte und Entlastung bei der Arbeit sind wirksame Anreize für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Ärzten und der Selbsthilfe. Beitrag von Stefan Nickel und Alf Trojan im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 107, Heft 49 vom 10. Dezember 2010 (A-2430)
Interview mit einem Selbsthilfe-interessierten Hausarzt im FORUM, dem Selbsthilfe-Magazin für Dortmund, Heft 3/2010, S. 8-9
Modellprojekt "Selbsthilfefreundliche Arztpraxis" in Bayern
Link auf die Publikationsliste der Stiftung KOSCH, Rubrik "Referate und Artikel":
- Gemeinsam für mehr Gesundheit. Artikel von Ruth Herzog im CARE MANAGEMENT, Februar 2010
- Selbsthilfegruppen sind eigenständige Akteure im Gesundheitswesen. Artikel von Ruth Herzog-Diem, Mai 2008
Erkenntnisse aus der Arbeitsgruppe der Fachtagung Selbsthilfe in Stuttgart, 2010. Beitrag im Stuttgarter Selbsthilfe Magazin, Ausgabe 02/10, Seite 13.
4. Kooperation zum Wohl von Praxis und Patient
Fachtagung "Selbsthilfe", Stuttgart 2010
Die Zusammenarbeit von Ärzten und Medizinischen Fachangestellten mit Selbsthilfegruppen war Thema der vierten Fachtagung Selbsthilfe der KVBW.
3. Informationsangebot in den Medien
Fachtagung in Zusammenarbeit mit der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg e.V. und dem Sozialforum Tübingen e.V., Reutlingen 2009
2. Intensivierung der Selbsthilfekooperation Details
Fachtagung in Zusammenarbeit mit der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg e.V., dem Gesundheitstreffpunkt Mannheim und dem Gesundheitsprojekt niedergelassener Ärzte e.V., Mannheim 2008
1. Partizipative Entscheidungsfindung
Fachtagung Selbsthilfe der KVBW in Zusammenarbeit mit der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg e.V. und dem Selbsthilfebüro Freiburg/Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg 2008
Abschlussbericht des Modellprojekts zur Förderung der Kooperationen zwischen Selbsthilfe und professionellem Versorgungssystem des FÖSS e.V. (Verein zur Förderung der Selbsthilfe und Selbstorganisation) in Kooperation mit dem Selbsthilfezentrum München, 2005.
"dialog" hat das übergeordnete Ziel, die Akzeptanz der Selbsthilfe als ergänzende Unterstützung im Rahmen der medizinischen Behandlung zu erhöhen, zum Nutzen des Patienten: Der Patient wird ganzheitlich wahrgenommen und versorgt.
Themenheft der Stiftung KOSCH für Koordination und Förderung von Selbsthilfegruppen in der Schweiz, Sonderausgabe 01/2005
Selbsthilfeprojekt des BKK Bundesverbandes mit dem Ziel, die Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal in Arztpraxen zu implementieren und die Kooperation zwischen Selbsthilfegruppen und niedergelassenen Ärzten zu verbessern.