Kampagnen
Alt und Jung im Engagement
Plakate mit prominenten „Testimonials“ stehen im Mittelpunkt der jährlichen Kampagne des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Unter dem Themenschwerpunkt „Alt und Jung im Engagement“ unterstützten 2009 Sabine Christiansen, Katarina Witt und Christoph Metzelder die Aktionswoche. Jeder der drei engagiert sich in verschiedenen Stiftungen und Vereinen für die Belange benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Mit einer zunächst verwirrenden Schlagzeile wie „Kati Witt führt Freudenhaus im Osten“ wollten die Plakate zum genaueren Hinschauen animieren. Zudem wurden zwei TV-Spots gedreht, zwei 30-seitige Magazine gedruckt und Flyer erstellt. Vom 2. bis 11. Oktober rückte das bürgerschaftliche Engagement mit mehr als 1.000 Veranstaltungen in ganz Deutschland in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die feierliche Auftaktveranstaltung fand in Berlin statt.
Zur Internetseite des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
Zur Internetseite der Aktionswoche "Engagement macht stark"
Geben gibt.
Die Anfang 2009 gestartete Kampagne „Geben gibt.“ des Bündnisses für Engagement will bürgerschaftlichem Engagement zu mehr Anerkennung verhelfen und schlummernde Engagement-Potenziale in der Bevölkerung wecken. In Anzeigen werben die Stifterin Brigitte Ott-Göbel, der Boxtrainer Daniel Tischer und die Spenderin Lisa Dahm für den freiwilligen Dienst an der Zivilgesellschaft. Unter dem Slogan "23 Millionen Menschen tun Gutes – und sind dabei nicht zu sehen. Zeigt sie uns!" wurde der „Deutsche Engagementpreis“ ausgelobt. Durch die Einsendung von Postkarten oder über die Internetseite www.geben-gibt.de konnten engagierte Personen und beeindruckende Projekte vorgeschlagen werden. Die Internetseite bietet zudem Hintergründe zu der Kampagne und ihren Initiatoren sowie eine Übersicht der Kooperationsmöglichkeiten für Initiativen, Organisationen und Vereine. Hauptförderer der auf drei Jahre angelegten Aktion sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Zukunftsfonds der Generali Deutschland Holding AG.
Achten statt ächten
2008 stellte der Deutsche Caritas-Verband erstmals eine Internetseite in das Zentrum seiner jährlichen Kampagne: Auf www.achten-statt-aechten.de ging es um benachteiligte Jugendliche. Dort kamen all diejenigen zu Wort, die sich im Alltag eher als "Loser" betrachteten. Die Öffentlichkeit, Fachleute, Journalisten und Sozialpolitiker bekamen über die Internetseite einen persönlichen Zugang und viele Einblicke in die Parallelwelt von Jugendlichen, die mit schlechten Startchancen zu kämpfen haben. Das Internetangebot entwickelte sich zu einer gut frequentierten Informationsplattform, auf der Heldengalerien, Interviews, Projektvorstellungen und Beratungshilfen einen breiten Blick vermitteln. Neben den Jugendlichen selbst waren auch unterschiedliche Caritas-Einrichtungen aus ganz Deutschland mit einer bunten Palette an vielfältigen Projekten vertreten. Sie geben einen Überblick, wie unterstützend und kreativ Jugendarbeit sein kann. Die Internetseite war von Januar 2008 bis Ende 2009 online.
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Echte Männer
"Echte Männer lösen ihre Probleme selbst – und wenn es das letzte ist, was sie tun": Mit diesem Satz sprach der Verein neuhland, der seit Jahren im Bereich der Hilfen für suizidgefährdete junge Menschen und junge Menschen in Krisen tätig ist, im Jahr 2002 das Tabu-Thema Suizid auf Plakaten in U-Bahnhöfen und auf Postkarten an und forderte junge Männer auf, sich bei Problemen professionelle Hilfe zu suchen. Angeregt und finanziert wurde die Werbung durch Spenden einer Familie, die sich nach dem Suizid ihres 22-jährigen Sohnes dafür einsetzen wollte, dass mehr junge Männer von Hilfsangeboten erfahren. Die Umsetzung der Kampagne übernahm der Berliner Verein "Freunde fürs Leben e.V.", der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über Selbstmord und Depression aufzuklären.
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