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Selbsthilfe und Corona

Selbsthilfe und Corona

Empfehlungen und Praxisbeispiele

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die gemeinschaftliche Selbsthilfe seit dem Frühjahr 2020 stark. Selbsthilfekontaktstellen waren anfangs geschlossen und nur telefonisch oder per E-Mail erreichbar.  Gruppentreffen und der vertraute persönliche Austausch konnten nicht stattfinden. Viele Selbsthilfegruppen nutzten digitale Möglichkeiten, um miteinander im Kontakt zu bleiben.

Mit den Lockerungen öffneten Selbsthilfekontaktstellen wieder für persönliche Beratungen unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen und Selbsthilfegruppen begannen sich wieder zu treffen: häufig draußen, mit begrenzter Teilnehmerzahl und mit Abstand. Mit Blick auf den Herbst und Winter bleibt abzuwarten, ob es wieder zu stärkeren Einschränkungen kommen wird.

Über ein Jahr nach Beginn der Pandemie stellt sich auch die Frage, welche Möglichkeiten gemeinschaftlicher Selbsthilfe es für Menschen gibt, die unmittelbar von Covid-19 betroffen sind: Gibt es schon Selbsthilfegruppen von Menschen, die erkrankt waren und noch immer unter Folgen leiden? Oder von Angehörigen? Von Menschen, die durch die Erkrankung geliebte Menschen verloren haben? Von Menschen, die als Krankenpfleger*innen oder Ärzt*innen, direkt mit der Pandemie zu tun haben? Oder die durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind?

Wir wissen, dass sich von Covid-19 Betroffene in den Sozialen Medien austauschen, örtliche Selbsthilfegruppen in Planung sind oder bereits gegründet wurden. Aktuelle Ergebnisse finden Sie weiter unten und in unserer Übersicht der Corona-Selbsthilfegruppen.

Die aktuelle Lage in Deutschland

Bestimmungen der Landesregierungen und regionale Abweichungen

Bei der Durchführung von Gruppentreffen sind auf jeden Fall die unterschiedlichen Hygienevorschriften, Abstandsregeln, Teilnehmerbegrenzungen, Anmeldepflichten und weiteren Regelungen zu beachten. Diese richten sich sowohl nach den Landesverordnungen als auch nach Vorgaben für den Veranstaltungsort.

Letzte Aktualisierung: 20. August 2021 | Angaben ohne Gewähr
 

Bundesländer Erlaubnis von Gruppentreffen
(Stand)
Quelle Detaillierte Regelungen und Hygienevorschriften
Baden-Württemberg Selbsthilfeangebote, die der sozialen Daseinsfürsorge dienen, dürfen stattfinden – unabhängig von der Inzidenz; in Innenräumen begrenzt das Abstandsgebot die  Personenzahl (28.06.21) SEKiS Baden-Württemberg
www.sekis-bw.de
www.baden-wuerttemberg.de
Bayern Inzidenz unter 50: Treffen bis 10 Personen erlaubt, plus Genesene und Geimpfte, Inzidenz 50-100: Treffen nur für nur medizinisch notwendige Gruppen bis 10 Personen erlaubt (16.06.21) SeKo Bayern www.seko-bayern.de
Berlin Selbsthilfegruppen dürfen sich unter bestimmten Bedingungen weiterhin treffen (18.06.21) SEKIS Berlin, www.sekis.de www.berlin.de
Brandenburg regional verschieden (02.07.21) PIKS Potsdam www.brandenburg.de
Bremen Selbsthilfegruppen dürfen sich zur Zeit treffen
(17.05.21)
Netzwerk Selbsthilfe Bremen-Nordniedersachsen www.netzwerk-selbsthilfe.com
Hamburg Selbsthilfegruppen dürfen sich weiterhin treffen (02.07.21) KISS Hamburg www.kiss-hh.de
Hessen Gruppentreffen möglich in Abhängigkeit von der Inzidenz (17.06.21); Präsenztreffen im Bereich Suchterkrankungen und psychische Erkrankungen auch bei hohen Inzidenzen möglich nach Genehmigung durch Gesundheitsamt/ Selbsthilfe-Kontaktstelle (ab 08.03.21) Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt https://selbsthilfe-frankfurt.net
Mecklenburg-Vorpommern regional verschieden; Gruppentreffen unter Auflagen möglich, insbesondere zu Sucht und psych. Erkrankungen (17.06.21) LAG Selbsthilfekontaktstellen Mecklenburg-Vorpommern www.selbsthilfe-mv.de
Niedersachsen Alle Selbsthilfegruppen dürfen sich unter Auflagen treffen.
(19.06.21)
Selbsthilfe-Büro Niedersachsen www.selbsthilfe-buero.de

 
Nordrhein-Westfalen Selbsthilfegruppen können sich in Präsenz treffen (20.08.21) KOSKON NRW www.koskon.de
Rheinland-Pfalz Selbsthilfegruppen können sich treffen unter Einhaltung der Hygiene-Vorgaben (02.07.21) SEKIS Trier; LAG KISS Rheinland-Pfalz https://corona.rlp.de
Saarland Präsenztreffen der gesundheitlichen Selbsthilfe bis 10 Personen unter Auflagen in Innenräumen möglich (30.06.21) KISS Saarland www.saarland.de
Sachsen regional unterschiedlich in Abhängigkeit von der Inzidenz (02.07.21) LAKOS Sachsen www.coronavirus.sachsen.de
Sachsen-Anhalt regional unterschiedlich; Gruppentreffen unter Auflagen möglich (02.07.21) LAG Sachsen-Anhalt https://coronavirus.sachsen-anhalt.de
Schleswig-Holstein regional unterschiedlich; Treffen bis 10 Personen auch in Innenräumen unter Auflagen möglich (28.06.21) KIBIS Kiel www.schleswig-holstein.de
Thüringen Gruppentreffen möglich (01.07.21) LaKoST www.selbsthilfe-thueringen.de

Zusammenschlüsse von Covid-19-Erkrankten und anderweitig Betroffenen

Erkrankte, Angehörige, weitere Betroffenen: Im deutschsprachigen Raum entstehen viele Corona-Selbsthilfegruppen. Wir sammeln an dieser Stelle eine Übersicht der Gruppen, die bestehen oder aktuell geplant sind.

Übersicht über Corona-Selbsthilfegruppen: Corona-Selbsthilfegruppen

Informieren Sie uns über neue Gruppen in Ihrer Region!

Vorübergehender Umgang mit einzelnen Verfahren

BAG SELBSTHILFE "FAQ Corona und Selbsthilfearbeit"
Die BAG SELBSTHILFE hat auf ihrer Internetseite Antworten auf häufige Fragen rund um die Selbsthilfearbeit während der Corona-Pandemie veröffentlicht. Diese umfasst unter anderem vereinsrechtliche Fragen, Fragen zur Gesundheitsversorgung und Pflege sowie zur Selbsthilfeförderung.

Weitere Informationen: www.bag-selbsthilfe.de

Vereine: Ausnahmeregelungen
Der Deutsche Bundestag hat im März 2020 das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht, das auch Sonderregelungen für Vereine beinhaltet. Betroffen sind Online-Mitgliederversammlungen, Stimmabgaben ohne Anwesenheit und Umlaufbeschlüsse in Textform.

Quelle: www.vereinsrecht.de

Vorstände können ab 28. Februar 2021 festlegen, dass Mitgliederversammlungen virtuell stattfinden. Mitgliederversammlungen können auch aufgeschoben werden, wenn Präsenzveranstaltungen nicht möglich und virtuelle Versammlungen nicht zumutbar sind.

Quelle: www.der-paritaetische.de

Selbsthilfeförderung: Ausnahmeregelung für Zweitunterschriften
Der GKV-Spitzenverband hat die Krankenkassen gebeten, das Verfahren der Selbsthilfeförderung während der Corona-Pandemie anzupassen. Die empfohlene Änderung betrifft die erforderlichen Unterschriften von zwei Selbsthilfevertreter*innen bei Förderanträgen und Verwendungsnachweisen. In einer E-Mail-Nachricht des GKV-Spitzenverbandes an die NAKOS heißt es:

"In Abstimmung mit den Verbänden der Krankenkasse auf Bundesebene (...) haben wir [den Krankenkassen] empfohlen, sofern die zweite Unterschrift aufgrund ausfallender Treffen etc. nicht vorgelegt werden kann, kurzfristig eine E-Mail-Bestätigung der zweiten unterschriftsberechtigten Person einzuholen. Ungeachtet dessen sind fehlende Unterlagen mit den Original-Unterschriften innerhalb von zwei Monaten nachzureichen.

Sofern weitere Einzelunterlagen fehlen, die für die Bewilligung notwendig sind, sollen diese auch in digitaler Form zugesendet werden können. Auch diese Unterlagen sind dann innerhalb einer Frist von zwei Monaten im Original nachzureichen."

Im Leitfaden zur Selbsthilfeförderung des GKV-Spitzenverbandes ist eigentlich festgelegt: "Anträge und Verwendungsnachweise sind von zwei legitimierten Vertreterinnen oder Vertretern des Antragstellers zu unterzeichnen." Der GKV-Spitzenverband hat sich zu dieser "pragmatischen Lösung" entschieden, "um die Arbeit der Selbsthilfe für chronisch kranke Menschen, die in der Corona-Krise besonders gefährdet sind, zu unterstützen und insbesondere die hierfür notwendigen Fördermittel zeitnah zur Verfügung zu stellen".

Quelle: GKV-Spitzenverband, Nachricht vom 30. März 2020

Haus des Stiftens
Kostenlose Online-Seminare für gemeinnützige Organisationen (z.B. "Haftung bei Veranstaltungsabsagen")
www.hausdesstiftens.org

Aktuelle Ergebnisse der bundesweiten NAKOS-Befragung von Selbsthilfekontaktstellen 2021

Trotz Kontaktbeschränkungen sind Selbsthilfegruppen gerade für Menschen in der Pandemie-Situation eine wichtige Stütze. Selbsthilfekontaktstellen erbringen weiterhin verlässliche Beratungsangebote zur gemeinschaftlichen Selbsthilfe. Zu diesen Ergebnissen kommt eine von der NAKOS im Januar durchgeführte Befragung von 340 Selbsthilfekontaktstellen in Deutschland.

Arbeit der Selbsthilfekontaktstellen während der Pandemie
An der Online-Studie hatten sich 174 Selbsthilfeberater*innen beteiligt. Über 85 Prozent gaben an, ihre Arbeit nahtlos (52,6 %) oder zumindest eingeschränkt fortführen (32,2 %) und so Betroffene und Angehörige während der schwierigen Zeit der Pandemie unterstützen zu können. Bei einem Fünftel der Einrichtungen wurden sogar mehr Anfragen als üblich gestellt. Da leisten die Selbsthilfekontaktstellen wichtige Unterstützungs- und Aufklärungsarbeit beispielsweise zu verbindlichen Hygiene- und Abstandsregeln in den Gruppenräumen (83,7 %), zu digitalen Formaten (Handhabung, Datenschutz, digitale Gruppenregeln; 68,6 %) und für die Organisation von Räumen für Gruppentreffen (68,6 %).

Fast alle Selbsthilfekontaktstellen erhielten Anfragen zu psychischen Erkrankungen
Die Anfragen an Selbsthilfekontaktstellen spiegeln die seelischen Nöte wider, in denen sich viele Gruppenmitglieder befinden: Annähernd alle Selbsthilfekontaktstellen (91,8 %) erhielten Anfragen zu psychischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen. Im Vordergrund standen dabei Probleme im Zusammenhang mit Vereinsamung/Isolation, Depression, Angst/Panik/Zwänge. Ebenfalls sehr bedeutsam waren Suchtprobleme und Abhängigkeiten, diese Art der Anfragen gingen bei über der Hälfte (62,9 %) der Selbsthilfekontaktstellen ein.

Formen des Gruppenaustauschs: Telefon, E-Mail, Videokonferenz und Präsenztreffen
Trotz der Kontaktbeschränkungen versuchen sich Selbsthilfegruppen weiterhin auszutauschen. Nach Einschätzung der professionellen Selbsthilfeunterstützungseinrichtungen halten fast alle der Gruppen telefonisch (99,4 %) oder über E-Mails (89,5 %) den Kontakt zueinander. Als Ersatz für analoge Gruppentreffen kommen vermehrt Video- und Telefonkonferenzen (inklusive Messenger-Diensten) zum Einsatz. Laut der Selbsthilfeberater*innen werden derzeit unterschiedliche Formen des Treffens angwandt: knapp zwei Drittel der Gruppen (64,7 %) nutzt ausschließlich digitale Austauschformate oder kombiniert solche Formen des Gruppentreffens mit Präsenztreffen (68,2 %). Mehr als die Hälfte (54,7 %) trifft sich ausschließlich vor Ort. Immerhin knapp die Hälfte (43,5 %) hat die Gruppentreffen im Moment eingestellt.

Parks, Schrebergärten und Scheunen: neue Orte für Gruppentreffen
Um Präsenztreffen unter Abstands- und Hygieneauflagen durchführen zu können, gehen Selbsthilfegruppen auch ungewöhnliche Wege wie zum Beispiel Gesprächsspaziergänge, Treffen in Parks, Schrebergärten oder Scheunen. Auch teilen sich die Gruppen in kleinere Einheiten oder sogar in 2er-Teams auf, um das Infektionsrisiko weiter zu reduzieren. Hierbei merken die Gruppenmitglieder, dass diese veränderte Form der Kommunikation zum Teil mehr Aufmerksamkeit auf jeden einzelnen lenkt und so ein intensiverer Austausch stattfinden kann.

Gruppengründungen während der Pandemie
Wie wichtig die Gruppenselbsthilfe in Pandemiezeiten für Betroffene ist, lässt sich an den von den Selbsthilfeberater*innen beschriebenen aktuellen Gruppengründungen ablesen: Am häufigsten genannt wurden Themen wie Isolation/Vereinsamung, wirtschaftliche Sorgen, Existenzängste, häusliche Gewalt, Depression, Phobien, Trauer und Hochsensibilität. Auch erste Gründungen von Corona-Selbsthilfegruppen wurden in der NAKOS-Befragung angegeben: Bundesweit suchen Covid-19-Langzeiterkrankte und Angehörige Gleichbetroffene, um sich zusammenzuschließen.

Kontakt und Information
Dr. Jutta Hundertmark-Mayser | jutta.hundertmark@nakos.de

Umfrage "Zurück ins Leben! Aber wie?" und weitere Beispiele

Seit März 2020 erreichen uns Beispiele, wie Selbsthilfeaktive und Selbsthilfekontaktstellen mit der Corona-Pandemie umgehen. Anfang Mai 2020 führte die NAKOS gemeinsam mit dem Gesunde-Städte-Netzwerk eine Umfrage durch, wie Menschen mit erhöhtem Schutzbedarf wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und Selbsthilfegruppen ihre Arbeit aufnehmen können. Wir dokumentieren an dieser Stelle beispielhaft die Situation in den verschiedenen Phasen der Einschränkungen und Lockerungen.

7. Dezember 2020, Regensburg
Der Bayerische Rundfunk berichtet in einem Radiobeitrag über eine neue Selbsthilfegruppe von Covid-19-Langzeiterkrankten in Regensburg.
Weitere Informationen: www.br.de

5. November 2020, NAKOS
Die NAKOS fordert in einer Pressemitteilung, Gruppentreffen während des Teil-Lockdowns nicht zu verbieten.
Weitere Informationen: Nachricht vom 5. November 2020

2. November 2020, bundesweit
Seit dem 2. November 2020 gelten neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Durch die neuen Maßnahmen und neue Infektionsschutzverordnungen der Bundesländer ändern sich teilweise auch die Bestimmungen, ob und wie Treffen von Selbsthilfegruppen möglich sind.

10. bis 31. Oktober 2020, Hannover
Die KIBIS Hannover veranstaltet drei Wochen lang den virtuellen Hannoverschen Selbsthilfetag.
Weitere Informationen: www.hannoverscher-selbsthilfetag.de

6. Oktober 2020, Stuttgart
In Stuttgart entsteht eine Selbsthilfegruppe "Corona – mit Einschränkungen leben".
Weitere Informationen: www.kiss-stuttgart.de

17. September 2020, Bayern
Das Selbsthilfezentrum München hat die Petition "Selbsthilfegruppen und selbstorganisierte Initiativen als systemrelevant einordnen!" mit knapp 4.000 Unterschriften offiziell beim Bayerischen Landtag eingereicht.

2. September 2020, Schweiz
In der Schweiz haben Angehörige von Covid-19-Langzeiterkrankten den Verein "Leben mit Corona" gegründet.
Weitere Informationen: www.leben-mit-corona.ch

29. Juli 2020, Berlin
SEKIS Berlin veröffentlicht die Ergebnisse ihrer Kurzbefragung "Selbsthilfe zu Hause – (Wie) Geht das?".
Weitere Informationen: www.sekis-berlin.de

24. Juli 2020, Baden-Württemberg
Selbsthilfeaktive aus Baden-Württemberg haben während der Corona-Krise das Angebot Rettungs-Ring.de ins Leben gerufen. Das Angebot ermöglicht Betroffenen den Austausch per Videokonferenz.
Weitere Informationen: https://rettungs-ring.de/

21. Juli 2020, NAKOS
Die NAKOS veröffentlicht eine NAKOS PERSPEKTIVE zur "Corona-Selbsthilfe in den Anfängen".

Juli 2020, München
Das Selbsthilfezentrum München bietet einmal wöchentlich eine virtuelle Selbsthilfegruppen für Corona-Betroffene an: "In einer offenen Selbsthilfegruppe wollen wir die Möglichkeit bieten, sich über die sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit der Krise und ihren Folgen auszutauschen und vielleicht auch die eine oder andere Lehre daraus zu ziehen, was wir in Zukunft anders und vielleicht auch besser machen können - individuell, in den verschiedenen Gemeinschaften und gesamtgesellschaftlich."
Weitere Informationen: www.shz-muenchen.de

7. Juli 2020, bundesweit
Kaum dürfen sich Selbsthilfegruppen wieder treffen, stehen sie vor dem nächsten Problem: Die gewohnten Räume sind nicht immer ausreichend groß für Gruppentreffen mit Mindestabstand. Selbsthilfekontaktstellen bemühen sich mit öffentlichen Aufrufen, neue Räumlichkeiten für die Gruppen zu finden.
Weitere Informationen: Nachricht vom 7. Juli 2020

25. Juni 2020, Thüringen
Die Landeskontaktstelle für Selbsthilfe Thüringen teilt mit, dass sich auch in Thüringen wieder Selbsthifegruppen treffen können unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln.

25. Juni 2020, Bayern
Das Selbsthilfezentrum München verlängert seine Petition an die Bayerische Staatsregierung bis zum 30. Juli 2020.

22. Juni 2020, Frankfurt
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle hat die örtlichen Selbsthilfegruppen nach ihrer Situation und ihrem Wohlbefinden während der Corona-Pandemie befragt.
Weitere Informationen: Nachricht vom 22. Juni 2020

9. Juni 2020, Bayern
Das Selbsthilfezentrum München hat eine Online-Petition an die Bayerische Staatsregierung gestartet, um bayernweit wieder Treffen von Selbsthilfegruppen und selbstorganisierten Initiativen zu ermöglichen.
Weitere Informationen: Nachricht

26. Mai 2020, Thüringen
Die Landeskontaktstelle für Selbsthilfe Thüringen hat die gültige "Thüringer Verordnung zur Freigabe und zur Fortentwicklung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2" ausführlich analysiert. Selbsthilfegruppen sind nicht als Ausnahmen aufgeführt. Fazit: "Anhand dieser Verordnung sind derzeit Gruppentreffen in Thüringen noch untersagt."

20. Mai 2020, Niedersachsen
Aus Niedersachsen schreibt eine Selbsthilfekontaktstelle: "Manche Gruppen haben Videochats oder Telefonkonferenzen ausprobiert, aber die technischen Hürden sind für viele zu hoch. Zudem wird hinterfragt, warum Lockerungen in anderen Bereichen möglich sind und nicht in der Selbsthilfe."

18. Mai 2020, Bayern
Eine Selbsthilfekontaktstelle beschreibt unter anderem folgende Maßnahmen und Empfehlungen für die Gruppentreffen: "Da die Gruppenräume klein sind, müssen sich die Gruppen teilen und sich evtl. 14tägig in wechselndem Rhythmus treffen oder zu unterschiedlichen Zeiten. SHG planen für besonders vulnerable Teilnehmende aus ihren Gruppen Fahrdienste zu organisieren. Wir empfehlen, dass Teilnehmende, die sich nicht zu den Treffen trauen, per Video oder Telefon dazu geschaltet werden."

18. Mai 2020, Berlin
Die Berliner Selbsthilfekontaktstellen geben in Stichworten wieder, wie vielseitig das Engagement ist, damit besonders schutzbedürftige Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können: "Angebote von Nachbarschaftsinitiativen/ Freiwilligendiensten, Telefonate (SHG-Mitglieder untereinander, SHK-Mitarbeiter*innen mit SHG-Mitgliedern), Telefonkonferenzen (eingerichtet von SHG selbst oder über SHK), Info-Briefe (von SHG oder SHK), Post (Projektidee Selbsthilfe-Briefe: 1 Person beginnt Brief mit kleinem Absatz, schickt ihn weiter, nächste Person ergänzt aus ihrem Alltag usw. Brief wird herumgeschickt; Finanzierung, Datenschutz und Umsetzung klären), persönliche 1:1-Beratungen unter Einhaltung von bestimmten Maßnahmen, alternativ Video- und Telefonberatungen, gedruckte Zusammenstellung alternativer Beratungs- und Hilfe-Angebote (ggf. weitere Kurzbefragung zu Bedarfen von Menschen ohne Internet), …".

18. Mai 2020, Bayern
Zur Diskussion auf politischer Ebene erhalten wir folgende Nachricht: "Abgesehen von den zahlreichen Statements bundesweiter Netzwerke zu sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit und zu Präventionsketten sind Diskussionen in München im Rahmen des Forums Bürgerschaftliches Engagement hervorzuheben, in denen die Demokratiedebatte im Vordergrund steht – also eine indirekte Berücksichtigung der gesellschaftlichen Teilhabe Schutzbedürftiger. Teilhabeförderung durch verbesserte/subventionierte digitale Ausstattung Benachteiligter ist ein weiterer Diskussionspunkt."

18. Mai 2020, Baden-Württemberg
"Ab heute sind wieder Treffen von gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen mit mehr als 5 Personen möglich", schreibt uns eine Selbsthilfekontaktstelle aus Baden-Württemberg.

18. Mai 2020, Mecklenburg-Vorpommern
KISS Schwerin öffnet ab dem 18. Mai 2020 wieder für Gruppentreffen. Ein Hygienekonzept wurde erarbeitet, telefonische Anmeldungen sind erforderlich, die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.
Quelle: Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfekontaktstellen Mecklenburg-Vorpommern | www.selbsthilfe-mv.de

15. Mai 2020, Berlin
Die Senatverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales informiert, dass Stadtteilzentren, Nachbarschaftshäuser und Selbsthilfekontaktstellen ab dem 18. Mai 2020 schrittweise wieder öffnen. Der Verband für sozialkulturelle Arbeit sowie der Dachverband der Berliner Selbsthilfekontaktstellen (Selko) haben "Empfehlungen für ein Corona-Schutzkonzept" zusammengestellt.
Quelle: Sozialverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales | www.berlin.de

15. Mai 2020, Nordrhein-Westfalen
Die Behinderten- und Patientenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen äußerte sich gegenüber KOSKON NRW: "Aus der Zusammenschau ergibt sich, dass auch medizinisch indizierte Selbsthilfegruppe ihre Arbeit aufnehmen dürfen." Notwendige Vorkehrungen werden beschrieben.
Quelle: KOSKON NRW | www.koskon.de

15. Mai 2020, Nordrhein-Westfalen
Eine Selbsthilfekontaktstelle aus Nordrhein-Westfalen schreibt uns, dass die Vermieter Hygienekonzepte zur Nutzung entwerfen für die Räumlichkeiten, in denen sich Selbsthilfegruppen treffen. "Treffen unter freiem Himmel sind Treffen in Räumen vorzuziehen." Weiter beschreibt die Selbsthilfekontakstelle: "Aus einigen Gruppen haben wir die Rückmeldung, dass sie mit den neuen Kontaktmöglichkeiten durchaus zufrieden sind und eine schnellstmögliche Rückkehr zu persönlichen Treffen nicht anstreben, sondern den Aspekt des Schutzes für Risikogruppen für wichtiger halten."

14. Mai 2020, Hamburg
Auch KISS Hamburg beschäftigt sich mit der Frage, wann und wie Selbsthilfegruppen sich wieder treffen können. Noch ist keine Aussage möglich, aber KISS Hamburg wählt einen ungewöhnlichen Weg, um sich an die Selbsthilfegruppen zu wenden: mit einer persönlichen Videobotschaft.
Quelle: Paritätischer Hamburg auf YouTube | www.youtube.com

13. Mai 2020, Bayern
Die Selbsthilfekoordination Bayern veröffentlicht die Antwort der bayerischen Ehrenamtsbeauftragten auf ihre Anfrage zu einer Exit-Strategie. Darin heißt es unter anderem: " Eine Selbsthilfegruppe besteht zumeist nicht aus dem genannten Personenkreis [= Angehörige des eigenen Hausstandes], so dass, unserer Ansicht nach, nach der derzeitigen Regelung weiterhin keine Zusammenkunft möglich ist.
Quelle: Selbsthilfekoordination Bayern | www.seko-bayern.de

13. Mai 2020, Niedersachsen
KIBIS Braunschweig informiert auf ihrer Internetseite, dass in Niedersachsen Selbsthilfegruppen wie andere Vereinigungen und Gruppen noch der Sperre von Zusammenkünften unterliegen. Diese dauere "nach heutigem Stand voraussichtlich bis 27.05.20".
Quelle: KIBIS Braunschweig | www.selbsthilfe-braunschweig.de

7. Mai 2020, Bayern
Aus Bayern erfahren wir, dass die zuständigen Staatsministerinnen angeschrieben wurden mit Fragen und Vorschlägen, wann und wie Selbsthilfegruppen sich wieder treffen können. Vorgeschlagen werden die Möglichkeit von Gruppentreffen und Fortbildungen zeitgleich mit der Öffnung der Schulen für Abschlussklassen. Weiter wird unter anderm eine Höchstzahl von 15 Personen für Gruppentreffen angeregt.

6. Mai 2020, Niedersachsen
Aus Niedersachsen schreibt uns eine Selbsthilfekontaktstelle: "Aus unserer Wahrnehmung kommen die Gruppen aus dem Bereich chronische Erkrankungen ganz gut mit der Situation klar, da die meisten sich nicht so häufig treffen. Und das heißt dann vielleicht, dass man bisher erst auf zwei Treffen verzichten musste. (...) Noch haben wir auch keine Vorstellung, wie die Öffnung hier laufen kann. (...) Die Suchtgruppen haben von ihren Schwierigkeiten berichtet und wünschen, dass wir uns für sie einsetzen. In der Regel nehmen die Teilnehmenden mindestens einmal die Woche teil, einige sogar häufiger. Die Teilnahme trägt enorm zur Stabilisierung bei. Für diese Gruppen sind 4-6 ausgefallene Treffen gleich ein deutlich größeres Problem und haben nach Rückmeldung zu vermehrten Rückfällen geführt. Die Gruppen treffen sich hier in sogenannten Freizeitheimen oder Kirchengemeinden, die sehr wahrscheinlich bis Ende August für die Allgemeinheit geschlossen bleiben. Gleiches stellt für die Teilnehmenden aus den Gruppen im Bereich psychische Probleme/Erkrankungen eine hohe Belastung dar."

5. Mai 2020, bundesweit
Die fünf großen Suchtselbsthilfeverbände veröffentlichen gemeinsam die Stellungnahme "Sucht-Selbsthilfe – systemrelevant und rückfall-vorbeugend".
Weitere Informationen: www.kreuzbund.de

5. Mai 2020, Hannover, Niedersachsen
Die Selbsthilfekontaktstelle KIBIS Hannover hat die Corona-Krise genutzt, um einen Blog zu starten. Die Mitarbeitenden geben einen Einblick in ihre Arbeit. Auch Selbsthilfeaktive beteiligen sich mit Beiträgen.
Weitere Informationen: blog.kibis-hannover.de

5. Mai 2020, NAKOS
Die NAKOS startet gemeinsam mit dem Gesunde-Städte-Netzwerk die Umfrage "Zurück ins Leben! Aber wie?"
Weitere Informationen: Umfrage

4. Mai 2020, bundesweit
Die BAG SELBSTHILFE lehnt mit einer Pressemitteilung Forderungen ab, "wonach Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke oder Ältere zu ihrem eigenen Schutz langfristig unter Quarantäne gestellt werden sollten und dafür im Gegenzug für den Rest der Bevölkerung weitreichende Lockerungen gelten könnten".
Quelle: BAG SELBSTHILFE | www.bag-selbsthilfe.de

24. April 2020, Mittelfranken
Die Selbsthilfekontaktstellen KISS Mittelfranken bieten den regionalen Selbsthilfegruppen eine eigene digitale Anwendung "Kiss.On" für den virtuellen Austausch an.
Weitere Informationen: Nachricht vom 24. April 2020

20. April 2020, Hamburg
Die Hamburger Selbsthilfekontaktstellen erstellen einen Podcast mit Wortmeldungen von Selbsthilfegruppen zur Corona-Krise. Unter dem Motto "KISS Hamburg fürs Ohr" können Selbsthilfeaktive mitteilen, wie es ihnen während der Kontaktbeschränkungen geht und wie sie sich trotzdem austauschen.
Weitere Informationen: www.kiss-hh.de

6. April 2020, NAKOS
Die NAKOS startet Corona-bedingt in eine zweiwöchige Schließzeit.

31. März 2020, Schweiz
Ein Blick ins Ausland: Viele Selbsthilfevereinigungen organisieren gerade eigene virtuelle Treffen. Selbsthilfe Schweiz, die dortige bundesweite Selbsthilfekontaktstelle, bietet zusätzlich einen "virtuelle Selbsthilfegruppen" zu einzelnen Themen an, etwa zu "Isolation und Einsamkeit in Zeiten der Corona-Krise" oder für "Angehörige von chronisch kranken Personen und Risikogruppen".
Weitere Informationen: www.selbsthilfeschweiz.ch/corona

31. März 2020, Bayern
Die Selbsthilfekoordination Bayern (SeKo Bayern) hat "Die Mutmach-Börse" eröffnet. Selbsthilfeaktive können ihre Gedanken und Alltagsberichte, literarische Texte und Bilder einschicken. Diese werden dann auf der Internetseite von SeKo Bayern veröffentlicht.
Weitere Informationen: www.seko-bayern.de

24. März 2020, München, Bayern
Die Deutsche Angst-Hilfe veröffentlicht in ihrem Blog "angstfrei.news" aktuell zwei Mal täglich neue Beiträge zur Corona-Krise. Neben allgemeinen Informationen und Tipps legen die Autor*innen besonderen Wert auf die "guten Nachrichten" des Tages.
Weitere Informationen: www.angstselbsthilfe.de

17. März 2020, NAKOS
Im "Lebensmutig"-Blog schreiben junge Selbsthilfeaktive über die Themen, die sie gemeinsam betreffen – und das ist auch für sie aktuell die Corona-Krise. Die Blogger*innen erzählen von den Problemen und Strategien zum Umgang mit der Krise.
Weitere Informationen: www.junge-selbsthilfe-blog.de

Anfang März, NAKOS
Seit Mitte März treffen sich junge Selbsthilfeaktive jeden Abend für eine Stunde zum Video-Austausch. Es wird viel geredet – über Ängste, aber auch über Mutmachendes – es wird aber auch viel gelacht und sogar gespielt.
Weitere Informationen: www.junge-selbsthilfe-blog.de

Empfehlungen

NAKOS fordert Gruppentreffen nicht generell zu verbieten

Bundesweit wurden die Infektionsschutzverordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie überarbeitet. Seit dem 2. November sind in einzelnen Bundesländern für Selbsthilfegruppen keine Gruppentreffen mehr erlaubt. Negative Folgen für die psychische Gesundheit der Gruppenmitglieder sind unausweichlich. Die bundesweite Selbsthilfe-Fachstelle NAKOS fordert daher Gruppentreffen nicht generell zu verbieten.

Ein generelles Verbot von Gruppentreffen über Wochen oder gar Monate schadet den Gruppenmitgliedern. Für Viele sind die Gruppentreffen lebensnotwendig. Wenn sie nicht stattfinden, nehmen psychische Beschwerden zu, Suchterkrankten drohen Rückfälle, Gruppenmitglieder sind von Einsamkeit und sozialer Isolation betroffen. Selbsthilfegruppen sind systemrelevant. Unverständlich sind daher Regelungen wie in Bayern, die Treffen von Selbsthilfegruppen nicht mehr erlauben, während Gruppentreffen unter fachlich-professioneller Leitung weiter möglich sind.

Selbsthilfegruppen beteiligen sich an der Kontaktreduzierung
Aufgrund chronischer Erkrankungen und Behinderungen gehören Gruppenmitglieder zur besonders schutzbedürftigen Risikogruppe. Entsprechend nutzen Selbsthilfegruppen alle Möglichkeiten, um Kontakte auch im Rahmen des Selbsthilfeengagements zu reduzieren. Wie bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr können Selbsthilfegruppen sich vorübergehend in Videokonferenzen austauschen oder durch Telefonketten in Verbindung bleiben. Einige Gruppen können sich zeitweise in kleinere Gruppen aufteilen. In Einzelfällen sind auch weiter Treffen im Freien möglich. Bei einem kurzen Lockdown von wenigen Wochen kann je nach Gruppe auch ein vorübergehendes Aussetzen eine Option sein.

Gruppenmitglieder setzen Hygienekonzepte verantwortungsvoll um
Die Treffen von Selbsthilfegruppen orientieren sich seit dem Sommer an den umfassenden Hygienekonzepten, die von Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfeorganisationen entwickelt wurden. Die Hygienekonzepte beinhalten detaillierte Hygiene- und Desinfektionsvorschriften und Abstandsregeln sowie teilweise Personenbegrenzungen, Anmelde- und Dokumentationspflichten. Durch die Einhaltung der Hygienekonzepte ist das Risiko von Infektionen minimiert.

Covid-19-Erkrankte schließen sich zusammen
Seit dem Sommer kommt es zu ersten Gründungen von Corona-Selbsthilfegruppen. Covid-19-Langzeiterkrankte und Angehörige von Erkrankten suchen Gleichbetroffene, um sich mit ihnen vor Ort oder im Internet zusammenzuschließen. Gemeinsam mit anderen gelingt es ihnen leichter, diese schwierige Lebenssituation zu bewältigen. Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer sowie Mitmenschlichkeit und Geborgensein in der Gruppe müssen auch während eines Lockdowns für  die gemeinschaftliche Selbsthilfe gewährleistet sein.

Pressemitteilung NAKOS vom 05.11.2020

Gute Beispiele von Selbsthilfekontaktstellen

Die Beschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie werden teilweise gelockert. Mancherorts können sich Selbsthilfegruppen wieder treffen, ansonsten stehen baldige Treffen in Aussicht. Bundesweit haben Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfeorganisationen Empfehlungen erarbeitet, wie Gruppentreffen möglichst sicher durchgeführt werden können.

Wir verweisen an dieser Stelle exemplarisch auf besonders umfangreiche Empfehlungen, an denen sich an orientieren können. Zu beachten ist, dass die Möglichkeiten von Gruppentreffen von verschiedenen Faktoren abhängt: den Vorgaben der zuständigen Behördern sowie der Vermieter der Gruppenräume, den räumlichen Begebenheiten und natürlich dem Personenkreis der Gruppenteilnehmenden.

Häufig ist eine maximale Teilnehmerzahl durch die Behörden vorgegeben oder zu empfehlen, um einen Mindestabstand zu gewährleisten. Einige Gruppen haben sich daher aufgeteilt und führen mehrere Treffen durch. Dadurch fehlt es an Räumen für die Treffen aller Selbsthilfegruppen. Zu empfehlen ist, den Selbsthilfegruppen für Suchtkranke und psychisch Kranke Vorrang zu geben, da diese von vermehrten Rückfällen oder verstärkten Krankheitssymptomen berichten durch den Wegfall persönlicher Treffen.

Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Schwaben (Augsburg)
Download: Hygienevorschläge für Gruppentreffen von Selbsthilfegruppen

Dachverband der Berliner Selbsthilfe-Kontaktstellen
Link: Empfehlungen für ein Corona-Schutzkonzept

Selbsthilfe-Büro Korn
Link: Empfehlungen für Selbsthilfegruppen-Treffen während der Corona-Pandemie

Selbsthilfe-Büro Niedersachsen
Download: Vorschläge für Gruppenregeln in der Zeit der Corona-Pandemie

Videokonferenzen und andere Möglichkeiten

Videokonferenzen
Etliche Selbsthilfegruppen tauschen sich über Videokonferenzen aus, solange persönliche Treffen nicht möglich sind. Häufig gibt es Fragen, wie der Austausch per Videokonferenz einfach und zugleich sicher möglich ist. Die NAKOS hat einige Informationen zusammengefasst.

Weitere Informationen: Erste Empfehlungen für virtuelle Gruppentreffen

Telefonkonferenzen
Auch Telefonkonferenzen werden gerade als Alternative zu Gruppentreffen genutzt. Die NAKOS hat einige grundlegende Informationen zu Telefonkonferenzen zusammengefasst.

Weitere Informationen: Telefonkonferenzen als Alternative zu Gruppentreffen

Selbsthilfe-Apps
Einige Selbsthilfevereinigungen und Selbsthilfekontaktstellen haben in den vergangenen Jahren Smartphone-Apps entwickelt, die vereinzelt auch für den Austausch von Gleichbetroffenen genutzt werden können. Exemplarisch weisen wir hier auf die kostenlose App "in.kontakt" für pflegende Angehörige hin, die der Verein wir pflegen in Kooperation mit der NAKOS entwickelt hat.

Weitere Informationen: www.wir-pflegen.net

Weitere Tipps für den digitalen Austausch

Selbsthilfeakademie Sachsen: Arbeitshilfe "Digital durchstarten in der Selbsthilfe":
www.selbsthilfeakademie-sachsen.de

Der Paritätische Gesamtverband: "Webzeugkoffer #GleichImNetz":
www.der-paritaetische.de

Der Paritätische Gesamtverband: "Arbeitshilfe für die Planung und Organisation von virtueller Treffen von Selbsthilfegruppen":
Download: Arbeitshilfe virtuelle Treffen

BAG SELBSTHILFE: "Internetbasierte Kommunikation in der Corona-Krise":
www.bag-selbsthilfe.de

Selbsthilfezentrum München: "Liste verschiedene Digitalplattformen"
www.shz-muenchen.de

Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt: "Bleiben Sie in Kontakt – virtuelle Gruppentreffen"
www.selbsthilfe-frankfurt.net

Deutscher Caritasverband, Koordinierungsstelle Junge Sucht-Selbsthilfe: "Schon mal (an) virtuell gedacht? Deine Selbsthilfegruppe per Videokonferenz"
www.caritas.de/sucht-selbsthilfe

Verein Digitalcourage: "Corona: Technik-Tipps für Homeoffice":
www.digitalcourage.de

Weitere Informationen

Für Suchtkranke, pflegende Angehörige, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen und andere

Der Paritätische Gesamtverband
Fragen und Antworten zu Corona, von denen einige auch für Selbsthilfeaktive wichtig sind. Beispielsweise werden Fragen von pflegenden Angehörigen oder zu Vereinsaktivitäten während der Corona-Krise beantwortet.

Internet: www.der-paritaetische.de

BAG Selbsthilfe
Häufige Fragen zu Corona und Selbsthilfearbeit

Internet: www.bag-selbsthilfe.de

Laufend aktualisierte und barrierefreie Informationen zur Corona-Krise aus den Bereichen Gesundheitsprävention, Patientenvertretung und Selbsthilfe.

Internet: www.bag-selbsthilfe.de

Kindernetzwerk
Die Infos und Linklisten zu allen allgemeinen sowie speziellen Fragen für die Risikogruppe chronisch kranke Kinder werden regelmäßig aktualisiert.

Internet: www.kindernetzwerk.de

Deutsche Depressionshilfe
Tipps und Informationen für an Depressionen erkrankte Menschen.

Internet: www.deutsche-depressionshilfe.de

Lebenshilfe
Informationssammlung zu COVID-19 in leichter Sprache.

Internet: www.lebenshilfe.de

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband
Corona-Ratgeber für blinde und sehbehinderte Menschen

Internet: www.dbsv.org

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
Übersicht von Hilfsangeboten für Suchtkranke während der Corona-Krise. Die Liste umfasst insbesondere Angebote der Suchtselbsthilfe.

Internet: www.dhs.de

EUTB Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener
Bundesweite Beratung durch die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener

Internet: www.teilhabeberatung.de

Gemeinsamer Bundesausschuss
Befristete Sonderregelungen im Krankenversicherungsrcht

Internet: www.g-ba.de

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Allgemeine Informationen zum neuartigen Corona-Virus und zur Erkrankung Covid-19

Internet: www.infektionsschutz.de/coronavirus

Handreichung für Ärzt*innen zu Gesundheits-Apps und Informationsblatt für Patient*innen

Die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) geben Ärzt*innen mit der Handreichung "Gesundheits-Apps im klinischen Alltag" Antworten für die tägliche Praxis. Die Handreichung informiert unter anderem, woran gute und schlechte Gesundheits-Apps unterschieden werden können. Auch ein Informationsblatt für Patient*innen ist Teil der Handreichung.

Die neue Handreichung steht als druckbares PDF und digital kostenlos bereit unter:
 

Themenseite der KBV mit Informationen zum Coronavirus für den Praxisalltag

Quelle: Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin | Pressemitteilung vom 21.12.2020

Corona-Selbsthilfegruppen

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Eine Übersicht

Covid-19-Erkrankte, Angehörige, weitere Betroffene

Chronisch krank während der Pandemie

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Im NAKOS INFO 123 beleuchten 15 Beiträge die gemeinschaftliche Selbsthilfe zwischen Solidarität und Selbstvertretung.
NAKOS | Juni 2021

Selbsthilfe in Zeiten von Corona

data/Bilder/Fachpublikationen/NAKOS-INFO-122.jpg

Das NAKOS INFO 122 beschreibt in einem Sonderteil das politische Engagement der Selbsthilfe und die digitalen Herausforderungen.
NAKOS | Oktober 2020