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20.04.2017

Mehr Lebensqualität für pflegende Angehörige

Kampagne der Berliner Kontaktstellen PflegeEngagement gestartet

Mit verschiedenen Plakatmotiven startet am 27. April 2017 eine zweimonatige Kampagne der Kontaktstellen PflegeEngagement in Berliner Bussen und U-Bahnen. Ziel ist es, pflegende und sorgende Angehörige zu ermutigen, das eigene Wohlbefinden im Blick zu haben und Selbsthilfegruppen als Chance dafür zu entdecken. In fast 140 Gruppenangeboten finden pflegende Angehörige Entlastung und Abstand vom Pflegealltag - von Gesprächskreisen über Entspannungsgruppen bis hin zum Kiezspaziergang. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kontaktstellen PflegeEngagement begleiten zudem rund 50 Nachbarschaftsinitiativen. Beispiele sind Angehörigencafés oder kiezbezogene Nachbarschaftshilfen.

„Häufig kommen die eigenen Wünsche und Bedürfnisse von den Menschen zu kurz, die in ihrem Alltag auch noch einen Angehörigen pflegen. Sie müssen sich die Freiheit nehmen, sich auch um sich selbst zu kümmern. Durch den Austausch in der Gruppe können Angehörige die Isolation, in der sie sich oftmals befinden, aufheben. Dazu gibt es in Berlin viele Angebote – auf diese möchten wir mit der Aktion aufmerksam machen“ sagt Stefanie Emmert-Olschar, Projektleiterin des Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung (KPU). Das KPU vernetzt die  Kontaktstellen PflegeEngagement berlinweit.

Hintergrund ist, dass sich viele Berlinerinnen und Berliner, die zuhause ihre Mutter, ihren Vater, andere Familienangehörige oder auch Nachbarn pflegen, in ihrer Pflegesituation alleingelassen und häufig überfordert fühlen. In der Hauptstadt werden laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg rund 87.000 Menschen zuhause gepflegt.

Mehr Infos unter www.pflegeunterstuetzung-berlin.de

Quelle: Berliner Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung (KPU)