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10.10.2018

Bundestags-Petition zu Skandal um gestreckte Krebsmedikamente gestartet

Selbsthilfe und Paritätischer Wohlfahrtsverband in Bottrop fordern mehr Kontrollen

Krebs-Selbsthilfegruppen, das Bottroper Selbsthilfe-Büro und der Paritätische Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen haben eine Petition an den Bundestag gestartet. Sie fordern darin Konsequenzen aus dem Skandal um gepanschte Krebsmedikamente in Bottrop. Notwendig seien unter anderem unangekündigte Kontrollen von Apotheken, eine Dokumentationspflicht sowie die Zulassung von mehr Schwerpunktapotheken zur Monopolvermeidung.

Die Petition kann bis 30. Oktober unterzeichnet werden, danach wird sie an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages weitergeleitet. Sollte es gelingen, mehr als 50.000 Unterschriften zu sammeln, wird die Petition in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses beraten, zu der auch die Petenten eingeladen werden. Dann können die Forderungen direkt an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und an Vertreter der Bundesregierung gerichtet werden.

Das Landgericht Essen hatte im Juli einen Apotheker aus Bottrop wegen Betrugs und Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Außerdem erhielt er ein lebenslanges Berufsverbot. Die Richter waren überzeugt, dass der Apotheker jahrelang ein lebenswichtiges Krebsmedikament gestreckt hatte.

Die Petition ist unter folgendem Link zu finden: 
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_09/_26/Petition_84271.nc.html