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26.03.2021

Studie: Ausgefallene Behandlungstermine, fehlende Kontakte, zu wenig Bewegung

Sondererhebung des "Deutschland-Barometers Depression" während der Pandemie

Viel wird über die Auswirkungen der Pandemie für psychisch Erkrankte berichtet, dabei kommen meist einzelne Betroffene zu Wort oder es werden gefühlte Veränderungen wiedergegeben. Nun liegen konkrete Zahlen vor, wie massiv die Pandemie die Versorgung von Menschen mit Depression verschlechtert und welche negativen Folgen es gibt. Die Daten stammen aus einer Sondererhebung des "Deutschland-Barometers Depression", einer jährlichen Bevölkerungsumfrage der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Schlechtere Versorgung von Menschen mit Depression

  • 22 Prozent berichten von ausgefallenen Terminen beim Facharzt*bei der Fachärztin
  • 18 Prozent berichten von ausgefallenen Terminen beim Psychotherapeuten*bei der Psychotherapeutin
  • 21 Prozent haben Behandlungstermine aus Angst vor Ansteckung von sich aus abgesagt
  • 22 Prozent in einer akuten depressiven Krankheitsphase bekommen keinen Behandlungstermin

Negative Folgen für Menschen mit Depression

  • 89 Prozent fehlen im zweiten Lockdown die sozialen Kontakte
  • 87 Prozent bewegen sich zu wenig
  • 64 Prozent verbringen mehr Zeit im Bett

Auch die Situation der Allgemeinbevölkerung wurde untersucht: 71 Prozent finden die Situation im zweiten Lockdown bedrückend, im ersten Lockdown waren es 59 Prozent. Mitmenschen werden als rücksichtsloser empfunden, die Befragten benennen Sorgen um die berufliche Zukunft und familiäre Belastungen.

Quelle: Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Newsletter vom 26. März 2021

Mehr Informationen zu psychischen Erkrankungen
finden Sie hier auf www.nakos.de auf der Themenseite Selbsthilfe und Seelische Gesundheit

Text: Niclas Beier