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Themen gemeinschaftlicher Selbsthilfe

Um was es in der Gruppenselbsthilfe geht

Etwa 3,5 Millionen Menschen sind in 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen in Deutschland aktiv.

Rund zwei Drittel der Selbsthilfegruppen haben einen gesundheitsbezogenen Themenschwerpunkt in den Bereichen Erkrankung und Behinderung. Dieses Themengebiet umfasst nahezu das gesamte Spektrum körperlicher Erkrankungen und Behinderungen von allergischen, asthmatischen und anderen Atemwegserkrankungen über Herz-Kreislauf- bis hin zu Tumorerkrankungen.

Andere Selbsthilfegruppen engagieren sich zu psychosozialen Themen. Dazu zählen Sucht und Abhängigkeit sowie die Bereiche Familie, Partnerschaft, Erziehung, Gewalt, Tod oder andere Lebensprobleme und -krisen.

Die sozialen Themen der Selbsthilfe wie Arbeitslosigkeit, Verbraucherschutz, Ausbildung, Armut oder Migrationwerden nicht von der gesundheitsbezogenen Selbsthilfeförderung gemäß Paragraph 20h SGB V erfasst. Auch erhalten viele dieser Selbsthilfegruppen oder in diesem Themenbereich arbeitende Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfevereinigungen keine finanzielle Unterstützung von Bund, Land oder Kommune.

Bei einer „Klassifizierung“ der Selbsthilfe in „gesundheitsbezogen“, „psychosozial“ und „sozial“
muss man immer eines bedenken: Es kann sich dabei nie um eine klare Abgrenzung oder
Zuordnung handeln. Denn viele gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen sind auch zu sozialen Fragen aktiv und legen ein erweitertes Verständnis von Gesundheit zugrunde. Ebenso befassen sich psychosoziale und soziale Selbsthilfegruppen mit gesundheitsrelevanten Aspekten
ihrer Problemstellung.