NAKOS NEWSLETTER

November 2021


Liebe Leser*innen,

in dieser Ausgabe informieren wir Sie über diese und weitere Themen:

  • Neue regionale Initiativen der Corona-Selbsthilfe
  • Stuttgarter Selbsthilfewoche zeigt viele Neuheiten
  • Selbsthilfeorganisationen auf Bundesebene können Fördermittel beantragen
  • Der Song zur Grünen Schleife

SELBSTHILFE & CORONA

Banner Selbsthilfe & Corona

Corona-Selbsthilfe: 58 regionale Initiativen in Deutschland

Erfahrungsaustausch im Dezember

Die NAKOS-Übersicht zu Corona-Selbsthilfegruppen umfasst inzwischen 58 regionale Selbsthilfeinitiativen in Deutschland, die schon länger bestehen oder gerade starten. Neu aufgenommen sind Gruppen in Aachen, Bochum, Chemnitz, Leer und München.

Corona-Selbsthilfe – das sind überwiegend Menschen, die an Long Covid oder an Post Covid erkrankt sind und sich darüber austauschen wollen. Weiter gibt es auch Zusammenschlüsse zu psychosozialen Anliegen, zum Beispiel Trauernde, deren Angehörige an Covid-19 verstorben sind.

Bestehende Selbsthilfegruppen von Long-Covid-Erkrankten und Post-Covid-Erkrankten lädt die NAKOS gemeinsam mit SeKo Bayern zu einem Erfahrungsaustausch am 2. Dezember 2021 ein. Diese Kick-off-Veranstaltung findet online statt. Interessierte Gruppen erhalten über fortbildung@nakos.de weitere Informationen.

KONTAKTE | ADRESSEN

Neue Kontaktsuche: Dermatomyositis / Lila-Krankheit

Dermatomyositis | Lila-Krankheit

Bundesweiter Informations- und Erfahrungsaustausch

Neu in unseren Datenbank BLAUE ADRESSEN: Ein erwachsener Mann mit Dermatomyositis sucht weitere Betroffene, Angehörige oder Eltern betroffener Kinder zum bundesweiten Informations- und Erfahrungsaustausch. Dermatomyositis ist eine seltene Autoimmunerkrankung mit positiven Antikörpern, welche die Erkrankung stark beeinflussen. Weitere Bezeichnungen sind Lila-Krankheit oder Wagner-Unverricht-Syndrom.

JUNGE SELBSTHILFE

Logo schon-mal-an-selbsthilfegruppen-gedacht.de

Junge Selbsthilfegruppe des Monats November

Deaf Ohr Alive NRW

Jeden Monat stellt sich auf dem Portal www.schon-mal-an-selbsthilfegruppen-gedacht.de eine junge Gruppe vor. Im November präsentiert sich "Deaf Ohr Alive NRW – die Junge Selbsthilfe des Cochlea Implantat Verbandes NRW e.V.":

"Nicht hören zu können, bedeutet nicht selten Kontaktlosigkeit. Die Chance (wieder) Zugang zur Welt der Hörenden zu finden, gibt uns die moderne Hörtechnik, allen voran das Cochlea-Implantat (CI). Wir sind eine Gruppe von jungen oder junggebliebenen Hörgeschädigten und CI-Trägern ab 18 Jahren. Die meisten von uns sind lautsprachlich orientiert, andere gebärdensprachlich oder bilingual."

AUS DER ARBEIT DER DAG SHG

Logo DAG SHG

Dokumentation des Digitalen Fachtags der DAG SHG online

Präsentationen und Ergebnisse aus den Workshops

Im Juni trafen sich 240 Mitarbeitende aus Selbsthilfekontaktstellen zum Digitalen Fachtag der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG) unter dem Motto "Selbsthilfe trägt – Die Selbsthilfe in Zeiten der Corona-Pandemie". Nun sind die Präsentationen und Ergebnisse von zehn Workshops sowie des Eröffnungsvortrags online verfügbar. In den Workshops wurde unter anderem erörtert, wie digitale Gruppen bei der Gründung unterstützt werden können und wie in ländlichen Regionen Selbsthilfeunterstützung gelingen kann. Die digitale Tagung war die größte Fachveranstaltung der themenübergreifenden Selbsthilfeunterstützung in diesem Jahr.

Deutsch-Niederländisches Arbeitstreffen über Selbsthilfe

Im Oktober trafen sich Selbsthilfeakteur*innen aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen zu einem Arbeitstreffen in Mönchengladbach. Die niederländischen Vertreter*innen informierten sich bei der KOSKON NRW als Gastgeber über die Arbeit von Selbsthilfegruppen und der professionellen Selbsthilfeunterstützung in NRW. Auch Ministerien und Krankenkassen waren beteiligt. Das niederländische Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt stellte etwa die Initiative "The Right Care in the Right Place" vor, welche unter anderem mit dem Einsatz digitaler Technologien die Gesundheitsversorgung in der Zukunft gewährleisten will.

AUS POLITIK UND GESELLSCHAFT

Rundgang durch die Stuttgarter Selbsthilfewoche (Grafik: KISS Stuttgart)Rundgang durch die Stuttgarter Selbsthilfewoche (Grafik: KISS Stuttgart)

Stuttgarter Selbsthilfewoche zeigt viele Neuheiten

Für Besucher*innen gibt es vom 14. bis 20. November virtuell viel zu entdecken

Wie in einem Computerspiel: Die Besucher*innen der virtuellen Stuttgarter Selbsthilfewoche vom 14. bis 20. November können sich dort mit einer selbst erstellten Figur umschauen. Auf www.selbsthilfewoche-stuttgart.de können 80 Gruppen kennengelernt und 40 Online-Veranstaltungen besucht werden.

Es ist nicht die einzige Neuheit von KISS Stuttgart während der Veranstaltungswoche: Die App "Meeting Me", mit der Gruppen virtuelle Treffen abhalten können, wird erstmals öffentlich präsentiert. Auch die Filmreihe #sprichtfürmich, bei der Schauspieler*innen Originalinterviews mit Menschen aus Selbsthilfegruppen nachgespielt haben, feiert Premiere.

Selbsthilfeorganisationen auf Bundesebene können Fördermittel für 2022 jetzt beantragen

Gemeinsames Rundschreiben der Krankenkassen erläutert das Antragsverfahren

Selbsthilfeorganisationen auf Bundesebene können jetzt Fördermittel nach § 20h SGB V für das Jahr 2022 beantragen. Mit dem "Gemeinsamen Rundschreiben" informieren die gesetzlichen Krankenkassen über das Antragsverfahren für die Pauschalförderung. Seit letztem Jahr sind Anträge für die kassenartenübergreifende Pauschalförderung über die Internetseite www.selbsthilfefoerderung.com möglich. Antragsfrist ist der 31. Dezember 2021.

Neben der Pauschalförderung können bundesweite Selbsthilfeorganisationen auch Projektförderung beantragen. Auch das Antragsverfahren für diese krankenkassenindividuelle Projektförderung ist in dem Gemeinsamen Rundschreiben beschrieben. Anders als die Pauschalförderung muss die Förderung von Projekten bei den einzelnen Krankenkassen beantragt werden; die Antragsfristen können sich dabei von Krankenkasse zu Krankenkasse unterscheiden.