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Zahlen zur "Jungen Selbsthilfe"

Wir veröffentlichen regelmäßig in unserer Reihe NAKOS STUDIEN | Selbsthilfe im Überblick | Zahlen und Fakten zahlreiche Informationen zum Feld der gemeinschaftlichen Selbsthilfe in Deutschland. Im Rahmen der Befragung 2019 wurden auch Zahlen zur "Jungen Selbsthilfe" erhoben. Exakt die Hälfte der Selbsthilfekontaktstellen und -unterstützungsstellen, die spezifische Informationen und Beratung für bestimmte Zielgruppen anbieten, richten sich explizit an junge Menschen (50%, 56 von 112). 165 der Selbsthilfekontakt- und -unterstützungsstellen, bundesweit also gut die Hälfte der Einrichtungen (54%) benannten in ihrem Einzugsgebiet insgesamt 823 Gruppen. Das entspricht im Durchschnitt fünf "jungen Selbsthilfegruppen" pro Einrichtung.

Die meisten jungen Gruppen in den Selbsthilfekontaktstellen und -unterstützungsstellen befassen sich mit psychosozialen Themen (71%), rund die Hälfte mit chronischen Erkrankungen / Behinderungen (56 %), ein gutes Drittel mit Suchterkrankungen und -problemen (37%), 23 Prozent arbeiten themenübergreifend (Stammtische), 22 Prozent haben soziale Themen im Fokus.

Der Trend hin zu psychosozialen Themen in der "Jungen Selbsthilfe" wurde auch im Herbst 2021 auf der bundesweiten Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaften der Selbsthilfekontaktstellen und der landesweiten Selbsthilfekontakt- und -koordinierungsstellen deutlich. Demnach ist die gemeinschaftliche Selbsthilfe von Menschen mit gleichen Betroffenheiten in der Corona-Pandemie eine zentrale Ressource für die Lebensbewältigung. Anders als wegen der langen Kontaktbeschränkungen befürchtet, erleben die Selbsthilfestrukturen vor Ort aktuell deutlichen Zulauf. Laut den Fachberater*innen wenden sich immer mehr junge Menschen mit Ängsten und Depressionen an die Selbsthilfekontaktstellen. Sie werden in Gruppen vermittelt oder bei der Neugründung tatkräftig unterstützt.

In den bundesweit tätigen Selbsthilfevereinigungen (zu finden in den GRÜNEN ADRESSEN der NAKOS) ist die "Junge Selbsthilfe" ähnlich häufig vertreten wie in den regionalen Selbsthilfekontaktstellen und -unterstützungsstellen. Mehr als die Hälfte der Vereinigungen, die Angebote für bestimmte Zielgruppen macht, adressiert explizit junge Menschen (63%, 100 von 159). Nahezu die Hälfte der befragten Selbsthilfevereinigungen geben an, dass es in ihrer Arbeit hauptsächlich um junge Menschen geht (48%, 135 von 281).

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