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Gemeinschaftliche Selbsthilfe und seelische Gesundheit

Unterstützungsbedarfe ermitteln, Kompetenzen fördern, Kooperationen entwickeln

Förderer: Bundesministerium für Gesundheit

Projektlaufzeit: 2016 - 2017

Mitarbeiter/innen von Selbsthilfekontaktstellen erleben einen steten Zulauf von Menschen mit psychischen Problemen oder Erkrankungen, die sich auf deren Gesundheit allgemein und ihre Lebenstüchtigkeit negativ auswirken. In dem Projekt sollen themenspezifische Informationsmaterialen und Arbeits-/Handlungshilfen erarbeitet und veröffentlicht werden, um Menschen mit psychischen Erkrankungen und Problemen über die Möglichkeiten und Chancen der gemeinschaftlichen Selbsthilfe zu informieren, sie gezielt zu vermitteln und den Gruppenprozess zu begleiten.

Eine im Projektkontext durchgeführte Bestandsaufnahme ergab, dass mehr als die Hälfte der Selbsthilfekontaktstellen Informationsabende, Vorträge und Workshops zum Thema „Seelische Gesundheit“ durchführen. Rund 80 Prozent unterhalten Kooperationen mit Kliniken, psychologischen oder psychiatrischen Diensten oder Therapeuten. Ein Drittel der Kontaktstellen ist Mitglied im Bündnis gegen Depressionen. Fehlende Therapieplätze, insbesondere in ländlichen Gebieten führen zu vermehrten Anfragen vom Menschen, bei denen die „Gruppenfähigkeit“ häufig nicht gegeben ist. Die zeitintensive Beratung von Menschen, die aus ihrem seelischen Gleichgewicht geraten sind und die längere Anfangsbegleitung von Selbsthilfegruppen werden daher als zentrale Herausforderungen für die Selbsthilfeberater/innen genannt.