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Öffentliche Hand

Die Förderung der Selbsthilfe durch die öffentliche Hand (Bund, Länder und Kommunen) wird sehr unterschiedlich gehandhabt.

Auf Bundesebene erfolgt eine Förderung vornehmlich durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

In den Bundesländern gibt es für die Selbsthilfeförderung keine gesetzliche Verpflichtung. Die Förderung der Selbsthilfe ist eine „freiwillige” Leistung. Daher ist auch die Förderpraxis überaus unterschiedlich.

Bis 2007 dokumentierte die NAKOS die Selbsthilfe-Fördermaßnahmen durch die Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Die letzte Befragung wurde 2013 durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in der 4. Ausgabe der Reihe NAKOS STUDIEN Zahlen und Fakten veröffentlicht.

Titelbild der Publikation

Selbsthilfeförderung durch die Bundesländer in Deutschland im Jahr 2013
NAKOS 2014

In den Kommunen werden örtliche Selbsthilfegruppen sowie Selbsthilfeunterstützungseinrichtungen finanziell gefördert. Es handelt sich ebenfalls um freiwillige Leistungen. Statistiken über Fördersummen existieren nicht.

Im September 2020 legt die Stiftung ihr erstes Förderprogramm auf, um gemeinnützige Organisationen, Engagement und Ehrenamt in der Corona-Pandemie zu unterstützen | Anträge bis 1. November 2020 einreichen

Förderprogramm

Förderschwerpunkte sind:
• Innovation und Digitalisierung in der Zivilgesellschaft
• Nachwuchsgewinnung
• Struktur- und Innovationsstärkung in strukturschwachen und ländlichen Räumen

Förderbedingungen sind:
Bis zu einer Förderung von 5.000 Euro beträgt die Förderung regelmäßig 90 Prozent, das bedeutet einen Eigenanteil in Höhe von mindestens 10 Prozent. Bei Förderbeträgen darüber hinaus und bis zu 100.000 Euro beträgt die Förderung regelmäßig 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, hier ist ein Eigenanteil in Höhe von mindestens 20 Prozent einzubringen.

Einen Antrag stellen können alle gemeinnützigen Organisationen, die über einen Freistellungsbescheid vom Finanzamt verfügen (z.B. gemeinnützige e.V.) sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts (z.B. Kommunen).

Anträge sind spätestens bis zum 1. November 2020 einzureichen. Die beantragten Mittel müssen im Jahr 2020 ausgegeben werden. Mittelabrufe sind nur bis zum 15. Dezember möglich.

Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt nach Bestandskraft des Zuwendungsbescheides, die einen Monat nach Zugang dieses Zuwendungsbescheides eintritt, auf der Grundlage einer Zahlungsanforderung (Mittelabruf). Diese Frist kann die Zuwendungsempfängerin*der Zuwendungsempfänger durch einen Verzicht auf die Einlegung eines Widerspruchs verkürzen.

Das Projekt darf zum Zeitpunkt der Antragstellung grundsätzlich noch nicht begonnen worden sein.

Informationen: www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert „ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ auf örtlicher Ebene.

Zuwendungszweck ist der Aufbau eines von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängigen, niedrigschwelligen Beratungsangebots für Menschen mit Behinderungen. Der Zugang soll räumlich, mobil, telefonisch gut erreichbar und barrierefrei sein sowie eine adressatenorientierte Angebotsnutzung ermöglichen.

Ein wichtiges Anliegen ist dabei, die Beratungsmethode des „Peer Counseling“ auszubauen. Hierbei sollen soweit wie möglich Selbstbetroffene als Beraterinnen und Berater tätig werden. Vorhandene Strukturen (wie zum Beispiel Selbsthilfekontaktstellen) und bestehende Angebote (zum Beispiel der ISL – Interessenverband Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V.) sind bevorzugt zu nutzen bzw. auszubauen und qualitativ zu verbessern.

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NAKOS-Studien: Selbsthilfeförderung durch die Bundesländer
Jutta Hundertmark-Mayser (NAKOS)
NAKOS INFO 112 | 2015

Selbsthilfeförderung durch die Bundesländer in Deutschland 2013
NAKOS Studien | Selbsthilfe im Überblick 4 | 2014