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Interessenkonflikte

Selbsthilfegruppen bestimmen ihre Ziele und Aktivitäten und damit auch die Rolle, die sie im Gesundheits- und Sozialwesen spielen wollen selbst. Sie können nur dann effektiv und glaubwürdig auftreten, wenn sie ihre Unabhängigkeit und Neutralität gegenüber den anderen Akteuren im Gesundheitswesen wahren. Durch die finanzielle oder inhaltliche Kooperation mit Unternehmen kann es jedoch zu Interessenkonflikten kommen – wenn neue Ziele oder Interessen entstehen, die mit den eigentlichen Zielen nichts zu tun haben oder diesen sogar entgegenlaufen.

Interessenkonflikte werden dann zum Problem, wenn die neuen Ziele so wichtig werden, dass die eigentlichen Anliegen der Selbsthilfegruppe in den Hintergrund geraten. Interessenkonflikte beeinflussen nicht zwangsläufig das Urteilsvermögen oder das Handeln, sie stellen aber ein Risiko dar.

Ursula Helms, David Klemperer | 2015

In welchem Umfang bei der gemeinschaftlichen Selbsthilfe Interessenkonflikte bestehen, kann aufgrund lückenhafter Transparenz nicht ausreichend beurteilt werden. Aus Sicht der Autoren ist eine umfassende Transparenz über Finanzmittel und Einflussnahme durch Unternehmen erforderlich. Dies allein genügt jedoch nicht. Eine größere Sensibilität für die Gefahr von Interessenkonflikten und vor allem für deren Vermeidung ist unabdingbar.

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David Klemperer | 2008

Artikel aus dem Selbsthilfegruppenjahrbuch 2008 der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG) e.V., der den Begriff Interessenkonflikt klärt und die Regeln und Mechanismen der Beeinflussung beschreibt.

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Ursula Helms (NAKOS) | 2013

Zusammenfassender Artikel in der Zeitschrift www.engagement-macht-stark.de des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement BBE (1/2013).

Klaus Lieb, David Klemperer, Klaus Koch u.a.| 2011

Ein Vorschlag zur Deklaration von Interessenkonflikten in der Medizin.
In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 108, Heft 6 vom 11.02.2011, S. 256-260

Link: www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=80790

Georg Felser und David Klemperer | 2011

Interessenskonflikte und verzerrte Informationsvereinbarung: Beiträge der Psychologie zur Frage, welchen Einflüssen unser Urteil unterliegt.

Download: http://kurse.fh-regensburg.de/kurs_20/kursdateien/coi/Kapitel3_Psycholog_Aspekte.pdf

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V.| 2010

Die AWMF sieht in der Zusammenarbeit der Fachgesellschaften mit der Industrie eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung innovativer Therapiekonzepte zum Wohle der Patient/innen. Um mögliche Interessenskonflikte zu vermeiden sollen die von einer ad-hoc-Kommission der AWMF erarbeiteten und konsentierten Regelungen dazu beitragen, neben dem professionellen Eigenanspruch den gesetzlichen Vorgaben zu genügen und so für alle Beteiligten im Sinne des Wohles der Patient/innen eine "bestmögliche Sicherheit" zu schaffen.

Link: www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/Werkzeuge/empf-coi.pdf

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Materialserie "Unabhängig und selbstbestimmt"

Broschüre mit Begleitheft, Postkarte
und Fachliteratur