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Generationenwechsel in der Selbsthilfe

Unter den Stichworten Generationenwechsel und Generationenwandel werden in der Selbsthilfe verschiedene Herausforderungen diskutiert: Es geht um Mitgliedergewinnung, um Nachfolger für Leitungsaufgaben genauso wie um neue Mitarbeitende in Selbsthilfekontaktstellen oder um die Verjüngung des Teams.

Debattiert werden in diesem Zusammenhang die Schwierigkeiten vieler Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfegruppen, neue Mitglieder zu gewinnen, oder die Probleme, geeignete Nachfolger für Leitungsaufgaben zu finden. Generationenwechsel meint aber auch die Frage, wie jüngere Menschen für die Vereinsarbeit bzw. ein Engagement in Selbsthilfegruppen gewonnen werden, oder ob virtuelle Formen des Austausches untereinander auch als Selbsthilfe verstanden werden können.

In vielen Selbsthilfeorganisationen und -gruppen hat deswegen ein Diskussionsprozess über das eigene Selbstverständnis, die strategische Ausrichtung und das Betreten neuer Pfade begonnen. Auch die Selbsthilfeunterstützungseinrichtungen haben sich des Themas angenommen: Auf Tagungen, in Seminaren, Workshops und Projekten wird darüber nachgedacht, wie der Generationenwechsel mit  seinen unterschiedlichen Facetten sinnvoll begleitet und unterstützt werden kann.

Dabei geht es um mehr als nur eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit, um Interessierte zu erreichen und für ein Selbsthilfeengagement zu begeistern. Vielmehr wird dabei immer häufiger auch die Frage gestellt, ob und wie sich die Selbsthilfe in Zukunft neu ausrichten kann oder soll, um in einer sich stark wandelnden Gesellschaft als Modell für solidarische Selbstorganisation und bürgerschaftliches Engagement weiterhin attraktiv zu bleiben.
Die Frage einer gelingenden Gestaltung eines Generationenwechsels in der Selbsthilfe ist nicht nur im Sinne einer ‚Personalentwicklung’ strategisch zu planen. Der Generationenwechsel muss auch geänderte Anforderungen, Arbeitsmittel und Inhalte berücksichtigen und für die Gestaltung der Zukunft der Selbsthilfebewegung aufbereiten.

Frauenselbsthilfe nach Krebs | 2018

Die Broschüre beschreibt unter anderem fünf Phasen der Veränderung und des Führungswandels in der Selbsthilfe und kann themenübergreifend interessant sein für Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen.

Ausgewählte Berichte aus NAKOS INFO | 2016

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Nachwuchsprobleme in der Selbsthilfebewegung?
Dr. Dieter Reithmeier und Christian Zottl (Angst-Hilfe München e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Generationenwandel in Selbsthilfekontaktstellen: Mut und Aufgeschlossenheit gehört dazu
Anneke Imhof und Inken Berger (Netzwerk Selbsthilfe Bremen-Nordniedersachsen e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Behutsamer Generationenwechsel durch Gewinnung von Angehörigen
Günter Kranz (Bundesverband Selbsthilfe Lungenkrebs e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Von der Anleitung zur Selbstverantwortung
Elternkreis drogengefährdeter und drogenabhängiger Jugendlicher Rostock
NAKOS INFO 115 | 2016

Ehrenamtliche Vorstände brauchen professionelle Unterstützung
Hans Rhese (Selbsthilfevereinigung)
NAKOS INFO 115 | 2016

Kleine Aufgaben übernehmen statt in große Fußtapfen treten
Enzia Selka (VulvaKarzinom-Selbsthilfegruppe e.V.)
NAKOS INFO 115  2016

Nachwuchs als Selbstverständnis
Reinhard Burkhardt (Selbsthilfegruppe Fulda)
NAKOS INFO 115 | 2016

Ich blicke optimistisch in die Zukunft und freue mich auf kommende Erfahrungen
Anja Buschmann (ZISS Rotenburg)
NAKOS INFO 115 | 2016

Junge Stotternde sind im "Flow"
Matthias Hämmer (Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Die Zukunft liegt im Nachwuchs
Werner Waldmann (Bundesverband Schlafapnoe und Schlafstörungen Deutschland e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Selbsthilfe ist keine Dienstleistung, sondern Gemeinschaftsarbeit
Ute Fischer (Borreliose und FSME Bund Deutschland e.V.)
NAKOS INFO 115 | 2016

Bericht von der Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e. V. | 2016

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Von gestern nach morgen, von hier nach dort
38. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen mit 150 Fachkräften
Ruth Pons (NAKOS) | 2016
 

Weitere Berichte und Präsentationen von der Tagung:

Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG)

Ergebnisse der SHILD-Studie | 2016

Die SHILD-Studie, eine bundesweite Studie zur Situation der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in Deutschland, hat auch die Fluktuation in Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen untersucht. Hier die Ergebnisse:

Selbsthilfegruppen: "Relativ mäßige Fluktuation"

  • Selbsthilfegruppen bestehen im Durchschnitt seit ca. 14 Jahren.
  • Fast die Hälfte der Mitglieder (43%) bilden einen "harten Kern", die regelmäßig an den Gruppentreffen teilnehmen.
  • "Relativ mäßige Fluktuation": in zwei Jahren im Durchschnitt 9 Zugänge und 6 Menschen, die die Gruppe verlassen haben oder nur einmal erschienen sind.
  • Vielfältige Gründe für das Verlassen der Gruppe: alters- oder gesundheitsbedingte Gründe, Zeitmangel, räumliche Entfernung, berufliche Ursachen, persönlich-familiäre Gründe, abweichende Vorstellungen, gedeckter Informationsbedarf, nachlassendes Interesse.

Selbsthilfeorganisationen: "Relativ hohe Fluktuation"

  • Die untersuchte Selbsthilfeorganisationen bestehen im Durchschnitt seit ca. 28 Jahren - also doppelt so lang wie die Selbsthilfegruppen.
  • Fast die Hälfte der Selbsthilfeorganisationen (43%) berichten von leichten oder starken Zugängen, ein Viertel (26%) von eben solchen "Abgängen".
  • Je länger eine Selbsthilfeorganisation besteht, desto stärker fallen die Abgänge aus.
  • Situation hat sich im Vergleich zu einer Studie aus dem Jahr 2007 "leicht verschärft".

Quelle:
Christopher Kofahl et.al.: Strukturen und Prozesse bei Selbsthilfegruppen und -organisationen, in: Christopher Kofahl/Frank Schulz-Nieswandt/Marie-Luise Dierks (Hrsg.): Selbsthilfe und Selbsthilfeunterstützung in Deutschland, LIT Verlag: Berlin 2016, S. 83-85

Broschüre SHILD-Studie. Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland. Entwicklungen - Wirkungen - Perspektiven
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Medizinische Hochschule Hannover, Universität zu Köln | 2018

Vom Paritätischen Nordrhein-Westfalen

Wie der Vorstandswechsel im Verein gelingt
Broschüre des Paritätischen Nordrhein-Westfalen | 2017

NAKOS INFO

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Die gesamte Fachzeitschrift mit Schwerpunktthema Generationenwechsel zum Download

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