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Aktuelle Projekte und Arbeitsschwerpunkte

Die NAKOS leistet bundesweit Aufklärungs- und Netzwerkarbeit im Feld der Selbsthilfe und hält kostenfreie Unterstützungs- und Serviceangebote bereit. Um die tägliche Arbeit der Selbsthilfe in Deutschland noch besser und zielgenauer unterstützen zu können, arbeitet die NAKOS zudem projektorientiert.

Zu den aktuellen Arbeitsschwerpunkten der NAKOS gehören aktuelle Handlungsherausforderungen für die Unterstützung der Selbsthilfe durch Selbsthilfekontaktstellen, Selbsthilfe junger Menschen und Selbsthilfe in der digitalen Welt.

Nachfolgend finden Sie Informationen zu unseren Projekten im Jahr 2022.

Förderung: BARMER
Förderjahre: 2020 - 2023

Die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung des organisatorischen Handelns ist und bleibt für die gesundheitsbezogene Selbsthilfe ein wichtiges Thema. Dabei ist die Herstellung von Transparenz über Entscheidungsträger, Kooperationspartner, Finanzierung und Vorhaben einer Organisation ein wichtiger Schlüssel, um Anerkennung und Wertschätzung zu erhalten und Vertrauen zu fördern.

Als bundesweite Fachstelle im Feld der Selbsthilfe nimmt die NAKOS im Projektzusammenhang die breite Thematik von Autonomie und Selbstbestimmung auf und bietet aktiv Unterstützung an, um die gesundheitsbezogene Selbsthilfe zu sensibilisieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Hierzu sollen zum einen am jeweiligen Einzelfall orientierte Vorschläge zur Herstellung von institutioneller Transparenz unterbreitet werden. Zum anderen sollen Möglichkeiten für die Erarbeitung einer Selbstverpflichtungserklärung (Leitlinien) gemeinsam erörtert und entsprechende Wege aufgezeigt werden. Für Selbsthilfeorganisationen, die beide Merkmale erfüllen, soll der Aufbau einer "Positivliste" geprüft werden.

Ein weiteres Element des Projektes ist die Aktualisierung der „Leitsätze zur Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen“ der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.

Förderung: Knappschaft
Förderjahr: 2022

Das Projekt "Junge Selbsthilfe finden, sichtbar machen und Zugänge eröffnen" zielt darauf, junge Menschen mit Erkrankungen oder in schwierigen Lebenslagen zielgruppengerecht auf Möglichkeiten gemeinschaftlicher Selbsthilfe aufmerksam zu machen, über deren positive Wirkungen zu informieren, Vorurteile abzubauen, Wege in die Selbsthilfe aufzuzeigen und konkrete Kontaktmöglichkeiten anzubieten. Dies geschieht durch zielgruppengerechte Ansprache auf dem Internetportal "Junge Selbsthilfe" und den von Selbsthilfe-Aktiven selbst geschriebenen Blog LEBENSMUTIG.

Im Jahr 2022 sollen durch verschiedene Maßnahmen zum einen die Arbeitsweise und Formen der jungen Selbsthilfe in zeitgemäßer Art und Weise dargestellt werden. Zum anderen sollen die Kontaktmöglichkeiten ausgeweitet und so der Zugang zu junger Selbsthilfe für Interessierte verbessert werden. Kooperationen zu Hochschulen und Bildungseinrichtungen sollen aufgebaut, dort für gemeinschaftliche Selbsthilfe als Hilfestruktur geworben und auf Zugangsmöglichkeiten hingewiesen werden.

Förderung: AOK-Bundesverband
Förderjahre: 2021 - 2022

Das zweijährige Projekt soll mit Blick auf die im Jahr 2020 zentral gewordenen Fragen rund um die Nutzung digitaler (Video-)Anwendungen Orientierung geben. Diese Orientierung ist dringend notwendig, damit sowohl Selbsthilfeaktive als auch Mitarbeitende in der Selbsthilfeunterstützung zu den Herausforderungen sprach- und handlungsfähig werden.

In den Fokus zu nehmen sind dabei zum einen eine Orientierung, damit Selbsthilfeaktive sowie Mitarbeitende aus Selbsthilfekontaktstellen eine sinnvolle Auswahl aus zu Verfügung stehenden Anwendungen treffen können und damit sie wissen, welche „Softskills“ Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz sind.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist, unsere Expertise zu den Herausforderungen in die relevanten Diskurse im engeren Feld der Selbsthilfe einfließen zu lassen sowie – wo sinnvoll – diese in anderen Diskussionszusammenhängen einzubringen, die für Menschen mit Erkrankungen bedeutsam sind.

Auftakt mit "KundiG – Klug und digital durch das Gesundheitswesen"

Förderung: BARMER
Förderzeitraum: 1. April 2021 bis 31. Dezember 2022

Als bundesweite Fachstelle im Feld der Selbsthilfe nimmt die NAKOS im Projektzusammenhang die breite Thematik Gesundheitskompetenz und ihrer Förderung durch das gemeinsame Engagement in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in den Fokus. Gesundheitsbezogene Selbsthilfe befasst sich mit den Auswirkungen von Krankheit und Behinderung in allen Lebensbereichen. Durch den Erfahrungsaustausch mit anderen, gleichermaßen betroffenen Menschen entsteht "kollektives Wissen". Dieses gebündelte Erfahrungswissen mit und im Umgang mit Krankheit und Behinderung fördert die Entwicklung von Betroffenen- und von Gesundheitskompetenz. Die ganzheitliche Betroffenenkompetenz engagierter Menschen in der Selbsthilfe leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung gesundheitlicher Versorgungsstrukturen und bereitet den Weg für mehr Patientenorientierung im Gesundheitswesen.

Den Auftakt für das Projekt stellt die Beteiligung der NAKOS an dem Projekt "KundiG – Klug und digital durch das Gesundheitswesen". Es handelt sich hierbei um ein Programm zur Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz chronisch kranker Menschen. Im Rahmen des Programms wird ein Schulungskonzept erstellt, bei dem chronisch kranke Menschen mit wenig Erfahrung mit digitalen Medien in Online-Schulungen in kleinen Schritten und mit Unterstützung durch erfahrene Kursleitungen ihr Wissen erweitern und praktische Erfahrungen sammeln können.

Pressemitteilung: KundiG: Online-Programm für chronisch Kranke zu digitalen Möglichkeiten startet (PDF)

Förderung: AOK-Bundesverband

Während der Pandemie sind Selbsthilfegruppen eine wesentliche Stütze. Auch vielen Menschen mit Post-COVID hilft es, sich in der Gemeinschaft gegenseitig beizustehen, Informationen auszutauschen und Hilfsangebote zu organisieren. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die NAKOS als bundesweite Anlaufstelle für Aktive und Interessierte zur Covid-19-Selbsthilfe etabliert. Die teils sehr akuten Problemlagen der Betroffenen vor dem Hintergrund der im Kontrast dazu noch fragmentierten und unklaren Vernetzungs- und Informationsmöglichkeiten gehen einher mit einem hohen Bedarf an Koordination, verlässlichen Informationen und weiteren Unterstützungsmaßnahmen. Im Projektzusammenhang soll ein Wegweiser zur Covid-19 Selbsthilfe erstellt, eine systematische bundesweiten Bestandsaufnahme zu Covid-19 Selbsthilfeangeboten vorgenommen und die Suchmöglichkeiten nach solchen Angeboten über eine nutzerfreundliche Suchmaske im Internetangebot der NAKOS geschaffen werden.

Die Basisaufgaben der NAKOS werden aus Mitteln der GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene finanziert.

 
Wir danken für die großzügige Bewilligung von Fördermitteln zur Finanzierung unserer Arbeit.