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Aktuelle Projekte und Arbeitsschwerpunkte

Die NAKOS leistet bundesweit Aufklärungs- und Netzwerkarbeit im Feld der Selbsthilfe und hält kostenfreie Unterstützungs- und Serviceangebote bereit. Um die tägliche Arbeit der Selbsthilfe in Deutschland noch besser und zielgenauer unterstützen zu können, arbeitet die NAKOS zudem projektorientiert.

Zu den aktuellen Arbeitsschwerpunkten der NAKOS gehören die Themen "Selbsthilfe junger Menschen", "Selbsthilfe in der digitalen Welt", "Datenschutz", "Selbsthilfebegriff heute" und "Selbsthilfeorientierung im Gesundheitswesen".

Förderung: Bundesministerium für Gesundheit

Gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen auf Bundes- und Landesebene und Selbsthilfekontaktstellen haben in ihren Tätigkeiten mit personenbezogenen Daten zu tun, die aufgrund ihres Gesundheitsbezugs als besonders schützenswert eingestuft sind (sog. „Art. 9-Daten“). Damit sind alle Akteure in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in der Pflicht, ihre bisherigen Prozesse zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. In der großen Mehrheit sind sie mit dieser Anforderung jedoch überfordert.

In dem vom BMG geförderten Projekt erarbeitet die NAKOS hierfür Hilfestellungen. Diese sollen Selbsthilfeaktive und Selbsthilfekontaktstellen befähigen, den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Zudem werden im Rahmen des Projektes auch die Beratungs-, Vermittlungs- und Vernetzungsprozesse bei der NAKOS geprüft und mit Blick auf das Prinzip Datenminimierung überprüft und ggfs. angepasst.

Informationen zum Thema "Datenschutz" finden Sie auf der Themenseite "Datenschutz"

über das Internetportal Junge Selbsthilfe

Förderung: Knappschaft

Das Projekt dient der Weiterentwicklung der speziell für die Ansprache junger Menschen eingerichteten Internetseite. Ziel ist es, junge Menschen über Möglichkeiten und Wirkungen von gemeinschaftlicher Selbsthilfe zu informieren, Vorurteile abzubauen und ihren Weg in die Selbsthilfe zu unterstützen. Zudem soll das bundesweite Netzwerk junger Selbsthilfeaktiver sichtbar gemacht werden.

Im Mittelpunkt der Internetseite steht ein Verzeichnis, in dem bislang rund 850 junge Selbsthilfegruppen gelistet sind, und das fortlaufend erweitert wird. Begleitend dazu werden verschiedene Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit entwickelt und durchgeführt. Seit 2018 an das Portal angedockt ist ein Blog, in dem junge Selbsthilfeaktive über ihre Erfahrungen in Selbsthilfegruppen und Herausforderungen im Leben berichten.

www.schon-mal-an-selbsthilfegruppen-gedacht.de

www.junge-selbsthilfe-blog.de

Information, Koordination und Vernetzung

Förderung: AOK-Bundesverband

Gegenstand des Projektes ist die Vernetzung von jungen in der Selbsthilfe aktiven Menschen über Themen und Organisationsgrenzen hinweg. Damit sollen junge Menschen in der Selbsthilfe gestärkt und dazu beigetragen werden, dass sie sich dort gerne, für sich selbst „gewinnbringend“ und damit auch längerfristig engagieren. Im Projektkontext wird ein weiteres Bundestreffen Junge Selbsthilfe im März 2019 vorbereitet.

Informationen zum "Bundestreffen Junge Selbsthilfe 2019" sind hier bereit gestellt: www.nakos.de/themen/junge-selbsthilfe/bundestreffen-2019

Förderung: AOK-Bundesverband

Mit dem Projekt soll die weiterhin entwicklungsfähige Verzahnung zwischen den Strukturen der Selbsthilfe und der ambulanten Versorgung gefördert und das Wissen über das Selbsthilfesystem in Deutschland verbreitet werden. Mehr Arztpraxen sollen als Multiplikator/innen gewonnen und dadurch mehr Menschen auf die Möglichkeiten gemeinschaftlicher Selbsthilfe hingewiesen werden. Mehr Menschen in der Selbsthilfe bedeutet auch mehr Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung.

Entscheidungsträger*innen und Bediensteten (Ärzt*innen, Psychotherapeut*innen, Praxispersonal) der ambulanten / niedergelassenen Versorgung soll die Idee von „Selbsthilfe“ als Versorgungs- und alltagsrelevante gemeinschaftliche Problembewältigung und Element der Selbstorganisation von Betroffenen (‚Hilfe zur Selbsthilfe’) nahe gebracht werden. Zudem sollen Informationen über die Mittlerfunktion von Selbsthilfekontaktstellen zu örtlichen Selbsthilfegruppen zur Verfügung gestellt werden. Geplant ist auch, die Aufnahme des Themas „Selbsthilfe“ in ärztlichen Qualitätszirkeln zu unterstützen und die Integration von Selbsthilfe in die ärztliche Weiterbildung und in die Ausbildungsordnung voranzubringen.

Förderung: BKK Dachverband

Während die Teilnehmer*innen in bundesweit zehntausenden örtlichen Selbsthilfegruppen seit Jahrzehnten auf das Grundprinzip der gegenseitigen Unterstützung vertrauen, verändern sich die Formen des Selbsthilfeengagements und der Selbsthilfeunterstützung. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines zeitgemäßen und umfassenden Verständnisses der Selbsthilfe in Deutschland. Im ersten Schritt sollen die veränderten Formen des Selbsthilfeengagements und die veränderten Herausforderungen in der Selbsthilfeunterstützung eruiert werden. Im zweiten Schritt sollen die Basisinformationen in den vorhandenen NAKOS-Medien angepasst und das Fachwissen der Selbsthilfeunterstützer*innen erweitert werden.

Geschäftsstelle

Förderung: BARMER, BKK Dachverband, AOK-Bundesverband

Mit der Förderung wird die Arbeit der Geschäftsstelle finanziert. Zu ihren regelhaften Aufgaben zählen die allgemeine Information und Beratung rund um das Handlungskonzept „Selbsthilfefreundlichkeit als Qualitätsmerkmal“ als konkreter Ansatz für die Beförderung der Patientenorientierung in Gesundheitseinrichtungen. Weiterhin die bundesweite Bekanntmachung und Beförderung dieses Handlungsansatzes als Kooperationsstandard für die Gestaltung von Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfe und Gesundheitseinrichtungen sowie die Betreuung der Netzwerkmitglieder während der Umsetzung des Handlungskonzepts bis zur fakultativen Auszeichnung ihrer Selbsthilfefreundlichkeit. Schließlich befördert das Netzwerk den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch unter den Netzwerkmitgliedern.

Förderung: BARMER

Seit 1991 trifft sich ein europäisches Netzwerk professioneller Selbsthilfegruppenunterstützer alle zwei Jahre, um ihre Erfahrungen international auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Teilnehmer*innen beteiligen sich mit eigenen Präsentationen am Programm („mutual teaching-learning-process“). Es werden Berichte über den Stand der Selbsthilfe in den jeweiligen Ländern gegeben, Vorträge zu speziellen Themen gehalten und per „Open Space“ aktuelle Themen identifiziert.

Tagungsort ist jeweils in einem anderen Land. Im Jahre 2019 ist Deutschland wieder einmal als Gastgeber an der Reihe. Das Treffen findet auf Einladung der NAKOS vom 17. bis 20. September in Berlin statt.

Die Basisaufgaben der NAKOS werden aus Mitteln der GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene finanziert.

 
Wir danken für die großzügige Bewilligung von Fördermitteln zur Finanzierung unserer Arbeit.